Kurzinformation zur Entstehung von Allergien

AspergillusAllergien sind individuelle Überreaktionen des menschlichen Immunsystems gegen normalerweise nicht schädliche Stoffe unserer Umwelt.  
Prinzipiell sind die meisten Stoffe, die uns umgeben, die wir einatmen oder berühren, für das Abwehrsystem Fremdstoffe. Man bezeichnet sie in diesem Zusammenhang als Antigene.  
Das Abwehrsystem reagiert auf Antigene, indem es spezifische Abwehrproteine als Antikörper bildet. Antigen und Antikörper reagieren miteinander (Immunreaktion). Dabei werden bestimmte Sorten von weißen Blutkörperchen aktiviert. Dies ist an sich eine normale Reaktion. Bei besonders sensibilisierten Menschen führt diese normale Reaktion allerdings zu allergischen Erscheinungen. Es befinden sich ungewöhnlich große Mengen Antikörper im Blut, und die weißen Blutkörperchen reagieren auf sie überempfindlich. Dadurch werden Gewebehormone  freigesetzt (z.B. Histamin), die jene Reaktionen auslösen, die zu den bekannten allergischen Symptomen führen können. Daher spricht man bei Antigenen, die derartige Symptome verursachen von Allergenen.  
Als »lernendes« System merkt sich das Immunsystem die Allergene und reagiert im Zeitablauf zunehmend schneller und (bezogen auf das Immunsystem) effektiver. Es kommt zu erhöhter Sensibilisierung und verstärkten Reaktionen des Körpers.  

Nach einer Untersuchung des Infas-Instituts von 1989 leiden 21 Prozent der Bundesbürger an Allergien. Nicht zuletzt unterstreicht die Zahl von weit über 2.000 spezialisierten Allergologen in Deutschland die Bedeutung dieser Erkrankungen. Zusätzlich befassen sich auch Hautärzte und Internisten in steigendem Ausmaß mit dem Problem Allergie.  

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