Gesundheitsrisiken
Eine Anekdote (nach Frankland) vorweg: Als 1924 der Holländer Storm van Leeuwen mutmaßte, daß inhalierte Pilzsporen Asthma verursachen können, sollte die Vermutung an der Allergie-Abteilung des St. Mary's Hospital in London überprüft werden. Unter den fünf zu testenden Arten war der Schimmelpilz Penicillium. Direkt über dem Allergie-Labor befand sich jene berühmte Petrischale, in der unabsichlich Staphylococci mit Penicillium in Berührung kamen: es war das Labor des Penicillin-Entdeckers Fleming.
Die Sporen der Schimmelpilze gehören zu den wichtigsten Innenraumallergenen. Nach Studien der New Yorker Mount Sinai School of Medicine (Die Welt, 17.5.97) reicht das Spektrum allergischer Reaktionen von Hautreizungen, grippeähnlichen Beschwerden über schwere Erschöpfungszustände bis hin zu Schwindel sowie Gedächtnis- und Sprachstörungen. Einen weiteren Hauptkomplex bilden Atemwegserkrankungen, verbunden mit Reizhusten und Engegefühl in der Brust bis hin zum allergischen Asthma.
Häufig leiden als Hausstaubmilbenallergiker diagnostizierte Personen auch unter Schimmelpilzallergie, der allerdings gemeinhin zu wenig Beachtung geschenkt wird.
Als Gegenmaßnahmen kommen zum Beispiel eine Desensibilisierung oder die Behandlung mit Antihistaminen in Betracht. Der behandelnde Arzt (Allergologe) wird die geeignete Therapie vorschlagen.
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