Hausstaubmilben und Schimmelpilze
Hausstaubmilben und Schimmelpilze
gehören zu den bedeutendsten Allergieauslösern in
Innenräumen. Sie leben im Hausstaub in einem
komplizierten Ökosystem zusammen. Hausstaub ist ein
Gemisch aus vielen biotischen und abiotischen
Partikeln. Hausstaub aus Matratzen und
Polstergarnituren enthält zum größten Teil
menschliche Hautschuppen, die täglich in großen
Mengen abgegeben werden. Die Hausstaubmilben ernähren
sich vorwiegend von diesen Hautschuppen. Dabei sind sie auf
die Symbiose mit den Schimmelpilzen angewiesen, um die
Hautschuppen verwerten zu können. Bestimmte Arten von
Schimmelpilz (xerophyler Aspergillus) werden von den Milben
zum Vorverdauen der fetthaltigen Hautschuppen
benötigt.
Milben stellen die Hauptgruppe der Organismen im Hausstaub. Circa 80% von ihnen
gehören der Familie Pyrogliyphidae an. In Mitteleuropa
ist die Art Dermatophagoides pteronyssinus am weitesten
verbreitet. Milben gehören zu den
Spinnentieren.
Haupttummelplatz der Hausstaubmilben ist das Bett und dessen Umgebung, da
dort die idealen Lebensbedingungen herrschen. Bei besonders
(un-)günstigen Bedingungen können bis zu 1.000
Milben in einem Gramm Staub vorkommen.
Die Hauptallergene sind im Kot enthalten, der nach dem Ausscheiden in Staub
zerfällt und sich in der Raumluft
verteilt.
Hausstauballergiker sollten besonders
auf die Wahl einer geeigneten Matratze für das Bett
achten und spezielle Luftfilter beim Saugen
einsetzen.
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