Risiken und Nebenwirkungen: Schimmel medizinisch untersucht
Natürlich ist der Schimmelpilz nicht allein die Wurzel allen gesundheitlichen Übels. Erstens spielen verschiedene Faktoren, zum Beispiel die generelle, umweltbedingte Schwächung des menschlichen Immunsystems eine Rolle. Zweitens ist das Verhältnis von Ursache (Grad des Schimmelpilzbefalls) und Wirkung (Grad der Erkrankung) von Fall zu Fall verschieden. Unbestritten aber ist die Katalysator-Funktion von Schimmelpilz, das haben wissenschaftliche Arbeiten in den letzten zehn Jahren zweifelsfrei bewiesen. Ganz aktuell konnten finnische und deutsche Wissenschaftler belegen, dass auch rheumatische Beschwerden bakterielle Ursachen haben, die im Umfeld von Feuchtigkeitsschäden zu suchen sind. Noch fehlen Untersuchungen darüber, wie und ob sich Gesundheitsrisiken durch das Auftreten mehrerer Schimmelpilzarten in einem Raum potenzieren. Fest steht jedoch, dass schon ein Schaden in einer anderen Etage genügt, um Gesundheitsschäden zu forcieren.
Dies sind Ergebnisse, die auch juristisch akzeptiert sind.
So befand das Landgericht München:
"... Schimmel in nennenswertem Umfang kann Krankheiten aus dem allergischen
oder asthmatischen Formenkreis hervorrufen oder zumindest auslösen. Außerdem kann Schimmel zu den cancerogenen Stoffen gerechnet werden ..." (LG München, NJW-RR 1991 976).
Die häufigsten Gesundheitsstörungen durch Schimmelpilze und Bakterien
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