Problemzone Nr. 1: Das Schlafzimmer

So wird's häufig gemacht:

1. Zu warm schläft es sich schlecht. Die Innenlufttemperatur wird deshalb üblicherweise im Schlafzimmer deutlich abgesenkt.

2. Schlafzimmer sind traditionell Orte der Kipplüftung. Dadurch sinkt die Lufttemperatur (zu) stark, außerdem kühlen Fenstersturz und Leibungen stark aus. Kalte Bauteile = Gefahr zu hoher Feuchte!

3. Querlüften / Überschlagen am Abend: Verbindungstüren werden geöffnet, um den tagsüber stark ausgekühlten Raum zur Nacht leicht aufzuwärmen.

4. Feuchteproduktion im Schlaf: Pro Person ca. 0,5 l bis 1 l pro Nacht.

5. Wäscheständer werden aus optischen Gründen oft ins tagsüber ungenutzte Schlafzimmer verbannt.

6. Unschön, aber üblich: Große Kleiderschränke, häufig auch noch direkt an der Außenwand. Bautechnisch wird der Schrank so ein Teil der Konstruktion. Folglich verlagert sich der Taupunkt vom Mauerwerk direkt in den Schrank. Dort setzt sich dann auch Kondensat ab.

7. Schwere Vorhänge gehören ebenfalls zur Standardausstattung von Schlafzimmern. Sie verhindern die Luftzirkulation, das Kondensat bleibt an der Wand.


So machen Sie's besser:

1. Auf Überschlagen verzichten. Stattdessen gleichmäßiges Heizen auf eine Schlaf-Wohlfühltemperatur, in der Regel 18° bis 19° Celsius.

2. Raus mit dem Wäscheständer! Wenn möglich separate Trockenräume nutzen, oder in wärmeren, regelmäßig gelüfteten Räumen trocknen.

3. Anstelle von feuchtesperrenden Materialien wie Latexfarben oder Isoliertapeten solche mit Feuchtespeicherung verwenden, z. B. Teppichböden oder Calciumsilikatplatten an Wänden.

4. Nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen gründlich stoßlüften.


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