Schimmel: Von der Ansichtssache zur Gerichtssache

Schimmel an sich ist schon ein Problem genug. Aber durch die verschiedenen Interessen der Betroffenen wird daraus ein echter Problemkreis, der sich nur durch professionelles Vorgehen durchbrechen lässt. Wie Schimmelbefall in zunehmendem Maße auch die Atmosphäre zwischen Vermietern und Mietern vergiftet, zeigt der Aufriß an einem mittlerweile schon klassischen

Beispiel:
Eine Wohungsbaugesellschaft investiert bei einem Mehrfamilienhaus in neue Isolierverglasung. Man verspricht sich davon eine Vielzahl positiver Folgen: Energieeinsparung, Werterhalt bzw. -erhöhung für das Objekt und mehr Wohnqualität und Zufriedenheit für die Mieter. Familie S. sieht das ähnlich und zieht ein. Aber schon nach sechs Wochen erste Verstimmungen: Im Schlafzimmer riecht es nach Schimmelpilz - und nach Ärger.

© bilderbox - Fotolia.com

Mögliche Ursachen für Schimmelpilzbefall

1. Lüftung
Die neuen Mieter haben Hinweise zum Lüftungsverhalten nicht befolgt - eine sehr häufige Ursache. Meist hat das nichts mit Nachlässigkeit, sondern eher mit Unkenntnis und Zeitmangel zu tun. Einer Faustregel zufolge sollte eine Belüftung mindestens dreimal über den Tag verteilt zwischen fünf und 15 Minuten dauern. Für Berufstätige kaum zu schaffen. Hinzu kommen weitere Verhinderungsgründe wie Urlaub oder die vielerorts hohe Einbruchgefahr.

2. Zirkulation
Im Schlafzimmer hängen Vorhänge vor den Heizkörpern, eine Wäschetruhe und ein Schrank stehen dicht an der Außenwand. Die Folge: Es entstehen Nischen, die die Luftzirkulation unterbrechen, der Schimmel gedeiht besonders gut und länger unbemerkt.

3. Neue Fenster
Bei den alten Fenstern war ein "automatischer" Luftaustausch durch die wesentlich weniger dichten Fugen zwischen Rahmen und Flügeln gewährleistet. Die neuen Modelle hingegen halten hermetisch dicht, dadurch entsteht zunächst mehr Innenkondensation an den nun kälteren Wänden, und daraus wiederum Pilzbefall.

Die Folgen:


Zwar kann der Mieter auf regelmäßiges Heizen und Lüften im Mietvertrag verpflichtet werden, aber das nützt meist wenig. Denn zum einen sind Nachweise nicht immer einfach und immer anfechtbar, zum anderen können sich durchaus mehrere verschiedene Ursachen ergänzen.

Das Fazit:
Schimmelpilzprobleme sind immer mit Kosten und Unannehmlichkeiten verbunden. Aber ehe sie von allen Beteiligten ein Übermaß an Zeit, Geld und Nerven fordern, sollte eine gründliche Analyse und eine professionelle Problemlösung erfolgen.

Schimmelpilz im Haus - bauliche Ursachen im Überblick


zurück

Werbung

Schimmelpilzursachen
Schimmelpilzursachen

NEU:

Wir geben Dienstleistern mit Spezial-Know-How zum Thema Schimmelpilz die Möglichkeit,
hilfreiche Produkte vorzustellen oder sich als Ansprechpartner vor Ort zu präsentieren.

construktiv GmbH
Getifix GmbH
Schimmelpilz Infoforum