Autor |
| Thema: Hausschwamm |
Seiten (1): [1] | |
09.12.2001, 12:10 | |
Hermann Müller Besucher
Wohnort: Registriert: Jul 2004 | In unserem Bad (Berliner Altbau, ca 1900) beginnt gerade eine Firma mit der Sanierung des Hausschwamms. Zwei Balken werden ausgewechselt, das übrige Holz und die Wände sollen mit Baselit (dies ist hoffentlich die richtige Schreibweise) getränkt werden. Auch das Treppenhaus zum Seitenflügel muß komplett saniert werden. Hausschwamm ist meldepflichtig, ich die Bauaufsicht informiert, nachdem die Baufirma eine Meldepflicht verneint hat. Als Laie habe ich einige Fragen: Wie gefährlich ist Baselit? Dünstet Baselit aus, auch wen das Bad gefließt wird (Boden und Wände bis 2 Meter Höhe)? Gibt es "sanftere" Alternativen zu Baselit? Was sollte ich als Mieter bei der Sanierung unbedingt beachten und kontrollieren? Schadet Hausschwamm der Gesundheit? Eine Allergie liegt in unserer Familie nicht vor! Schon jetzt herzlichen Dank für die kompetente Beantwortung meiner Fragen. |
| Beiträge: 2 | Profil | eMail | Dabei seit: 2861 Tagen |
| |
10.12.2001, 12:29 | |
Fliegenpilz Besucher
Wohnort: Registriert: Jul 2004 | Ich gehe davon aus das "Baselit" eine Produktbezeichnung ist. Die Inhaltsstoffe können nur über das Produktdatenblatt beurteilt erden.
Hausschwamm ist nicht mehr in allen Bundesländern meldepflichtig!
Gemäß DIN 68 800-4 darf in Deutschland Hausschwamm nur chemisch bekämpft werden. Andere Verfahren, wie z.B. das Heisluftverfahren, das soviel ich weis z.B. in Dänemark angewendet werden darf, gilt in Deutschland als nicht fachgerecht. Trotzdem könnte es unter gewissen Voraussetzung angewendet werden.
Hausschwamm ist ein stark holzzerstörender Pilz und gefährdet sehr oft die Bausubstanz, was bis hin zum Einsturz führen kann. Hausschwamm muß deshalb sehr ernst genommen werden. Die gesundheitlichen Auswirkungen können jedoch nur beurteilt werden, wenn eine Schimmelanalyse durchgeführt wird, da normalerweise noch eine Menge andere Pilze bei solchen Schäden beteiligt sind. Wenn es nur der Hausschwamm wäre, dann wäre die gesundheitliche Gefahr relativ gering. |
| Beiträge: 2 | Profil | eMail | Dabei seit: 2861 Tagen |
| |
11.12.2001, 22:13 | |
Dr. Christel Bluhm Besucher
Wohnort: 42555 Velbert Registriert: Jul 2004 | Hallo Hermann,
also: Basilit ist ein amtlich für die Hausschwammbekämpfung zugelassenes Mittel. Das sicherheitsdatenblatt habe ich im Labor (sie können auch weitere Infos zum Hausschwamm unter www.imwl.de nachlesen). Ich kann es Ihnen gern schicken oder faxen. Zu gesundheitlichen Risiken: wir hatten mal einen Fall, wo nach einer Basilit-Behnadlung Geusndhietsprobleme aufgetreten sind. Die Herstellerfirma verneint solche Möglichkeiten. Ich denke auch, dass nach dem Versiegeln mit Fliesen keine Gefahr besteht.
Hinsichtlich der Geusndheitsgefahren durch Hausschwamm: es können allergische Atemwegssymptome und Übelkeit, Kopfschmerzen auftreten.
Hinsichtlich der Meldepflicht (ist wie Fliegenpilz schon schrieb nicht bundeseinheitlich): fragen Sie die Bauaufsicht.
Freundliche Grüße
Christel Bluhm HomePage www.imwl.de |
| Beiträge: 114 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2861 Tagen |
| |
19.11.2004, 02:08 | |
Re: Hausschwamm Unregistriert
| echter hausschwamm
also zum thema - aber leider keine antwort, sondern fragen über fragen: ich trage mich mit dem gedanken ein gebäude zu erwerben, das durch grössere löcher in der dachkonstruktion durchfeuchtet ist (seit jahren) und dadurch sowohl vom echten hausschwanmm, wie auch vom braunen kellerschwamm befallen ist. wäre es denkbar, dass nach abdichtung des daches und durchtrocknung der wände + entfernung sämtlicher holzteile die hütte einigermasen pilzfrei wird? (die decken sind stahlträger steingewölbekonstruktionen - sprich es ist für die statik des hauses kein holz notwendig) anschliesend wird allenfalls holz eingebaut, welches druckimprägniert oder ähnlich gegen schädlinge behandelt wurde.
über eine hilfe wäre ich überaus dankbar eberhard |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
28.11.2004, 00:51 | |
Dr. Christel Bluhm, IMWL GmbH, Velbert Besucher
Wohnort: 42555 Velbert Registriert: Jul 2004 | Hallo Eberhard,
ich bin zwar etwas erstaunt, wie mein Beitrag von 2001 ins Forum komt -aber das ist Nebensache.
Nach meine letzten Hausschwamm-Fällen muss ich warnen, ohne weitere Untersuchung ein augenscheinlich von Hus- udn Kellerschwamm befallenes Gebäude zu kaufen. Sie sollten zunächst einmal mit einem Schwamm-erfahrenen Bausachverständigen bzw. Fachmann dufch das Gebäude gehen und die Schäden und den Sanierungsaufwand einschätzen. Kellerschwamm lässt sich relativ einfach bekämpfen. aber Hausschwamm ... Man weiß nie was einen erwartet.
In Berlin gibt es z. B. auch öffentlich vereidigte Sachverständige für ieses Sachgebiet (Sie können mich wegen der Adresse gern anmailen: christel.bluhm@imwl.de).
Ixch hatte vor eineiger Zeit einen Fall, wo sich ein vermeintlich begrenzter Hausschwammbefall vom 3. OG (Ausgang) bis ins Erdgeschoss erstreckte, was zunächst nicht erkennbar war. Die Sanierungskosten waren enorm.
Freundliche Grüße
Christel Bluhm |
| Beiträge: 120 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2861 Tagen |
| Seiten (1): [1] |