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| Thema: Schimmel in der Estrich-Dehnungsfuge |
Seiten (1): [1] | |
24.05.2010, 11:58 | | Guardian Besucher
Wohnort: Mannheim Registriert: May 2010 | Nach dem Abklopfen des Putzes habe ich bemerkt, dass in der Dehnfuge zwischen Estrich und Wand auch Schimmel ist. Konnte die Glaswolle herauszupfen und die war befallen.
Es soll ja die Möglichkeit geben, den Schimmel abzukapseln und die Dehnungsfuge zu verschließen.
Hat da jemand Erfahrung. | | Beiträge: 5 | Profil | eMail | Dabei seit: 737 Tagen | | | 24.05.2010, 22:44 | | schimmel-ade Unregistriert
| Hallo,
natürlich kann man den den Boden abkapseln. Vorher sollte jedoch die Ursache des Schimmelbefalls begeklärt und beseitigt sein.
Unter dem Estrich befindet sich noch eine Dämmschicht (meist Styropor). Diese KÖNNTE mit Sporen verunreinigt sein oder selbst einen Schimmelbefall haben.
Aufschluss darüber gibt eine Bohrung durch den Estrich bis in die Dämmschicht mit anschließender Probeentnahme und Untersuchung im Labor. Soetwas bieten fast alle Sachverständigen zum Erkennen und Beheben von Schimmelpilzschäden an. Die Kosten dürften so ca. 100 Euro betragen.
Je nach Ergebnis sollte der eingeschaltete Sachverständige die weitere Vorgehensweise vorschlagen. Hier pauschal etwas zu empfehlen wäre unserös und könnte die Sache evtl. verschlimmern.
Viele Grüße
schimmel-ade | | Beiträge: n/a | eMail | | | 25.05.2010, 01:10 | | Guardian Besucher
Wohnort: Mannheim Registriert: May 2010 | Die Ursache ist bekannt, war ein von mir gebauter Schrank, der zu groß war und keinen Abstand zur Aussenwand hatte.
Der Schimmel ging von der Wand aus. Ich habe den Putz der Wand abgeschlagen, die Dehnungsfuge gesäubert und da ist mir das aufgefallen.
Unter Massnahmen steht: http://www.schimmelpilz.de/massnahmen/hochwasser.php
von Dr. Jürgen Vocke, Ö.B.U.V. Sachverständiger
Schimmel in Baukonstruktionen
Befinden sich Schimmelsporen unterhalb des Estrichs, sollten die Rundfugen geschlossen werden. Dadurch können die Schimmelsporen nicht an die Oberfläche gelangen und sind auch nicht in der Lage, Wasser aus anderen Bereichen heranzuziehen. Sie liegen somit "tot" unter dem Estrich. Eine Gefährdung der Gesundheit und der Baukonstruktion besteht nicht.
Bei mir war es kein Hochwasser, sodern Kondenswasser.
Die Rundfugen sollten geschlossen werde. Wie, mit Motageschaum ausschäumen, oder Silikon.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von Guardian am 25.05.2010, 01:11 Uhr | | Beiträge: 5 | Profil | eMail | Dabei seit: 737 Tagen | | | 31.05.2010, 20:24 | | aerocamera Besucher
Wohnort: München Registriert: Apr 2010 | Eine Kernbohrung mit Probenahme und Laboruntersuchung ist aufwendig und nicht für EUR 100,00 zu haben. Nachdem das Problen an der Randfuge liegt, bringen Kernbohrungen m.E. keinen weiteren Aufschluss, es sei denn, die Dämmung unter dem Estrich ist feucht. In diesem Fall muss die Dämmschicht unter dem Estrich zunächst getrocknet werden (unwahrscheinlich bei Schimmelpilz durch Kondensation der Raumluft an der Wand).
Zunächst sollte der Schimmelpilzbefall desinfiziert werden. Vor der Sanierung des Schimmelpilzbefalls muss sichergestellt sein, dass der Estrich und die anschließende Wand trocken sind.
Durch "Abdichtung" der Estrichfuge können die Sporen eingeschlossen werden. Hierzu gibt es ein Produkt, das hierfür speziell konzipiert ist:
http://welindo.de/welindo/index.php?option=com_content&task=view&id=16&Itemid=30 | | Beiträge: 94 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 750 Tagen | | | 31.05.2010, 23:19 | | logisch Unregistriert
| Das Estrichfugensystem von www.welindo.de heißt "Schimmelstopp". Es "verschließt" die Estrichfuge durch ein zweistufiges Filtersystem diffusionsoffen. Schadstoffe und Gerüche können nicht mehr nach aussen dringen, aber trockene Luft kommt so in den Unterboden. Wir haben das bei uns einbauen lassen und schon mehrfach die Raumluft prüfen lassen. Passt alles perfekt.
Vorsicht!!!
Nach all dem was ich im Vorfeld gelesen und mich informiert habe ist eine komplette Abdichtung mit Silikon, Montageschaum o. ä. eh nicht möglich und auch nicht sinnvoll. An irgendeiner Stelle ist die Pseudo-Abdichtung nicht perfekt oder löst sich geringfügig. Und da kommen dann die ganzen Schimmelpilzgifte raus. Also vorsichtig sein mit solchen Hilfskonstruktionen. Kann übel nach hinten los gehen. Scheint nur auf den ersten Blick billig!
Lest mal die Infos auf http://www.welindo.de Wenn man ein wenig handwerklich begabt ist kann man das auch selbst einbauen. | | Beiträge: n/a | eMail | | | 03.06.2010, 01:03 | | schimmel-ade Unregistriert
| Hallo allerseits,
hier muss ich sowohl aerocamera als auch logisch widersprechen!
Sollte es sich um ein Mehrfamilienhaus handeln, so darf nach meinen Informationen das System von welindo nur nach Genehmigung durch die Eigentümerversammlung bzw. die Hausverwaltung eingesetzt werden.
Grund: bei den verwendeten Werkstoffen handelt es sich m.W. um hochentzündliche Stoffe (Aktivkohle), die z.B. auch in Zündschnuren eingesetzt werden.
Darüber hinaus:
Ich selbst stand vor geraumer Zeit selbst vor den gleichen Überlegungen.
Seitens der Firma welindo wird immer wieder aufgeführt, dass eine einfache Abdichtung mit Silikon zu folgenden Problemen führen soll:
!!!!Zitat Beginn:!!!!
Warum kann die Randfuge nicht mit Silikon oder Acryl abgedichtet werden?
Die Randfuge ist eine Bewegungsfuge. Neben einer Rissbildung durch Materialbewegungen kann es durch Versprödung des Fugendichtungsmaterials zu Undichtigkeiten kommen. Kleinste Haarrisse lassen Schimmelpilzbestandteile in die Raumluft gelangen. Im Unterboden bildet sich durch den Stoffwechsel der Schimmelpilze ein Dampfdruck, womit durch Leckagen gasförmige Stoffwechselprodukte in die Raumluft gedrückt werden. Zudem wird Feuchtigkeit durch Silikon oder Acryl zurückgehalten, womit die Grundlage für weiteres Schimmelpilzwachstum im Unterboden gegeben ist.
!!!!Zitat Ende!!!!
Als erstes kann ich das Argument der Undichtigkeit hier nicht gelten lassen. Der von dieser Firma beworbene SCHIMMELSTOPP soll von einem Laien allein durch ein Hakenband (Klettverschluss) am Fugenrand angebracht werden. Allein so ein Klettverschluss lässt m.E. mehr Schimmelsporen durch als der kleinste Riss in einer Silikonfuge.
Als zweites sollte ohnehin sichergestellt sein, dass die Dämmschicht unter dem Estrich trocken ist, sonst schimmelt es dort munter weiter und das Problem ist noch nicht behoben. Insofern ist die Angabe, dass ein eventueller Dampfdruck entstehen kann nur auf eine unzureichende Behebung des Schimmelschadens zurückzuführen. Dies ist aber bei einfachem Kondensationsschimmel nicht der Fall, hier entsteht kein "Dampfdruck" mehr, weil eben die Feuchtigkeitsquelle schon behoben wurde.
Folgt man der Argumentation von Welindo weiter, so dürfte keine Dusche / Duschkabine sicher sein, da dort alle Randfugen in der Regel mit Silikon gegen eindringendes Wasser geschützt werden. Natürlich unterliegen diese Randfugen einem Verschleiß und sollten ab und an überprüft und erneuert werden.
Eine trockene Dämmschicht unter dem Estrich, in der sich Schimmelsporen befinden, kann m.E. gut mit der von Dr. Jürgen Vocke, Ö.B.U.V. Sachverständiger genannten Methode abgedichtet werden.
Ein Dampfdruck ergibt sich nur dann, wenn unter dem Estrich Feuchtigkeit eindringt. Hier wäre dann ein Ausbau des Estrichs, eine passende Abdichtung sowie ein anschließender Wiederaufbau des Estrichs das Mittel der Wahl!
Und was die Untersuchung an sich angeht. Eine Materialbeprobung auf Schimmelpilz durch ein Labor kostet ca. 70 Euro. Eine Probenbohrung dauert keine 5 Minuten und sollte je nach Anfahrt nicht mehr als 40 Euro kosten. Insofern ist meine Angabe mit ca. 100 Euro durchaus richtig. Mehr habe ich dafür auch nicht bezahlt.
Und so eine Probeentnahme aus der Dämmschicht ist wichtig für die weitere Vorgehensweise. Bei reinem Kondensationsschimmel, reicht es meist, die Dämmstreifen zu entsorgen, wenn sie denn befallen sind, und diese durch eine Silikonfuge zu ersetzen.
Viele Grüße
schimmel-ade | | Beiträge: n/a | eMail | | | 03.06.2010, 13:56 | | ThMüller Besucher
Wohnort: Mainz Registriert: May 2007 | 70 € für die Laboruntersuchung: das könnte schon hinkommen.
Aber jetzt mal im ernst: Anfahrt ( 20 min) Rückfahrt (20 min) Gespräch mit dem Kunden, Wahl der Borhrstellen, Durchführung der Bohrung und Probeentnahme( locker 20 min), eine kleine Pauschale für Bohrkrone, Bohrmaschine und Kleinwerkzeug, Postversand ..
das alles für 25,21€ zzgl. MwSt zum Gesamtbruttobetrag von 30,00 €
Das kann doch höchstens im Rahmen einer Gesamtmaßnahme und sowieso erfolgtem Ortstermin sein.
Dafür mache ich das sicherlich nicht- auch nicht für 40,00.
Und dass die 20 min bei einem Ortstermin nicht ausreichen, weil der Kunde immer gerne sein Problem erläutert und ein " rein,bohren,raus" kam der Fall ist, dürfte auch leicht vorstellbar sein.
Die Kalkulation dürfte da eher sein:
70€ Labor, 70€ für die Probenahme, 15 € Kfz-Kosten und 15 € für Porto, etc. Das wären 170,00 zzgl MwSt. ....und das ist nicht zu üppig kalkuliert. Der Hunni: höchstens als Teil einer Gesamtleistung.
Nix für ungut, aber 100,00 € sind unseriös.
http://www.mycoscan.de www.schimmelberatung-mainz.de | | Beiträge: 84 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 1818 Tagen | | | 14.06.2010, 22:46 | | aerocamera Besucher
Wohnort: München Registriert: Apr 2010 | Hallo Schimmel-ade,
ich melde mich nach einer kleinen Pause wieder zu diesem Thema, nachdem ich mich bei Welindo und lizensierten Verarbeitern intensiv informiert habe.
Deine Argumente sind weitgehend aus Informationen im Internet gewonnen, nicht aus erster Quelle und liegen deshalb weitgehend neben der Spur.
Es ist weder Welindo noch Verarbeitern bekannt, dass die Installation der Welindo-Randabdichtung nur nach vorheriger Genehmigung des Hauseigentümers bzw. der Eigentümergemeinschaft zulässig ist. Der Einbau dieser Randabdichtung ist meist Teil einer Maßnahme zur Sanierung von Wasserschäden in Estrichfußböden, die von Eigentümer oder der Hausverwaltung in Auftrage gegeben wurden.
Die Welindo-Randabdichtung ist keine dauerhafte Installation und kann später relativ einfach deinstalliert werden. Insoweit kann der Originalzustand, wie nach Beseitigung von Dübellöchern, bei Auszug wieder hergestellt werden. Dein Hinweis auf die Genehmigungspflicht ist also weit hergeholt bzw. realitätsfremd.
Dein Hinweis, dass Aktivkohle bei Zündschnüren eingesetzt wird und das Welindo-Granulat damit hochentzündlich ist, liegt völlig neben der Sache. Bei Granulat mit Aktivkohle kommt es in Bezug auf Zundtemperaturen und Verbrennung darauf an, wie die chemische Zusammensetzung und die Größe des Grunulats ist. Nach Auskunft des Herstellers hat die Welindo-Randabdichtung keine niedrigere Flammpunkte, als anderes brennbares Fußboden- und Randleistenmaterial auch. Das Welindo-Granulat ist wie Holz, Tapeten, Teppichboden brennbar, es verbrennt jedoch nicht vehement, sondern nur mit kleiner Flamme. Im übrigen wird pro Raum nur eine geringe Menge an Granulat eingebracht.
Das Welindo-Randabdichtungssystem wird von Welindo nicht an Endanwender verkauft. Es wird nur an Verarbeiter, vorwiegend an lizensierte Welindo-Partner, vertrieben. Damit ist die bestimmungsgemäße Funktion der Abdichtung gewährleistet. Die Abdichtung ist diffusionsoffen und gleichzeitig dicht genug, um den Austritt von Sporen aus der Randfuge zu verhindern.
Randfugen von Fliesen mit relativ schmalen Fugen und festem Material haben offensichtlich andere Eingenschaften in Bezug auf Silikonabdichtungen, als die wesentlich breitere Estrichfuge aus porösem Material. Dies ist der Grund, warum die Silikonabdichtung auf gefliesten Böden funktioniert und in Räumen ohne Fliesenböden eben nicht. Wenn alle Wohnräume vor der Auslegung von Parkettböden gefliest werden, dann klappt die Randabdichtung auch mit Silikon. Nur in seltenen Fällen findet man im Wohnungsbau diesen Fußbodenaufbau vor.
Du hast völlig recht, dass der Estrichboden vor dem Verschließen völlig trocken sein sollte, damit es nicht weiter schimmelt. Da Schimmel zum Wachsen Feuchtigkeit braucht, kann die Ausgangssituation nur ein Neubau oder Wasserschaden sein. Die vollständige Trocknung des Estrichs und der darunter liegenden Dämmung dauert in der Regel mehrere Monate. Vorteil des Welindo-Systems ist die diffisionsoffene Dichtung, die ein Trocknen des Estrichbodens nach der Installation weiter zulässt, dabei keine Schimmelpilz-Sporen durchlässt. Ein häufiger Einsatz des Welindo-Randabdichtungssystems ist der Abschluss von Sanierungen von Wasserschäden, bei denen der Estrichboden noch nicht vollständig getrocknet ist. Damit sind die Wohnräume früher nutzbar, ohne einem erhöhtem Gesundheitsrisiko ausgestzt zu sein.
Nachdem Estrichfugen wegen der porösen Materialien nicht zuverlässig mit Silikon abgedichtet werden können, solltest Du diesen Ratschlag in diesem Forum nicht abgeben. Eine Panikmache gegen Welindo-Produkten, ohne sich bei der Quelle und/oder Fachleuten schlau gemacht zu haben, ist völlig unangebracht und spricht für Deine Lücken im Fachwissen auf diesem Gebiet.
Das gilt auch für die Kernbohrungen im Estrich zur Probennahme für Laboruntersuchungen. Werden die Proben nicht aus der Randfuge entnommen, dann kann es sein, dass Schimmelpilz-Sporen untersucht werden, die beim Neubau in die Dämmschicht gerieten. Nachdem Schimmelpilz-Sporen im Estrich und unter Luftabschluss nicht in der Dämmschicht wandern, sind solche Laboruntersuchungen für die Katz.
Deine Dumpingpreise für Untersuchungen an Gebäuden können nur darauf hinweisen, dass Du in einer Ecke von Deutschland wohnst, in der das Lohn- und Lebenshaltungskostenniveau im tiefen Keller ist. In Großstädten sind Untersuchungen an Gebäuden bei weitem nicht so billig.
Wie Du vielleicht aus anderen Beiträgen gemerkt hast, werden Deine agressiven und teilweise völlig neben der Sache liegenden Beiträge nicht von allen gerschätzt. Nachdem dieses Forum im wesentlichen als Hilfe für viele Schimmelpilz-Geschädigte dient, um sich auf diesem Gebiet guten und nützlichen Rat zu holen, sind Deine Profilierungsversuche den Rat suchenden nicht nützlich und deshalb deplaziert. | | Beiträge: 94 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 750 Tagen | | Seiten (1): [1] |
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