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| Thema: Schimmelsanierung / Innen- und/oder Außendämmung? |
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20.06.2010, 17:19 | |
Barbara17 Unregistriert
| Hallo zusammen,
wir sind Mieter und haben in zwei von drei Zimmern Schimmelbefall, laut Gutachter durch mangelnde Außendämmung verursacht. Er meinte auch, dass nur Innendämmung helfen würde, weil über unserer Wohnung ein Balkon ist und auch bei Außendämmung immer Wärmebrücken bleiben würden.
Weiß jemand zufällig, ob die Kosten der Bauherr oder der Vermieter übernehmen muss? Und welche Auswirkungen hat es, wenn erst innen gedämmt wird und in ein paar Jahren die Hausgemeinschaft beschließt, außen zu dämmen?
Vielen Dank im Voraus.
Barbara |
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20.06.2010, 23:59 | |
aerocamera Besucher
Wohnort: München Registriert: Apr 2010 | Der Vermieter muss dem Mieter eine mangelfreie Wohnung überlassen. Ein Mangel kann darin bestehen, dass z.B. in einer Altbauwohnung ohne zusätzliche Wärmedämmung neue Fenster ohne ein Lüftungskonzept eingebaut wurden. In solchen Fällen wird oft der hygienische Wärmeschutz nach DIN 4108-2 nicht eingehalten. Dies ist dann ein bauseitiger Mangel, den der Vermieter zu vertreten bzw. zu beheben hat.
Der Gutachter hat eine mangelhafte Wärmedämmung (bauseitiger Mangel) bereits festgestellt. Darauf hin sollten die Maßnahmen zur Beseitigung der Ursache(n) für die Bildung von Schimmelpilz durch den Vermieter veranlasst werden.
Schimmelpilz tritt im Winter bei Altbauten in der Regel an Außenwandecken und Fensterlaibungen zuerst auf. An diesen Stellen kühlt die Außenwand stärker ab, als in der Mitte. Die kalten Wandecken können mit einer innseitigen Dämmung versehen werden. Es eignen sich Calcium-Silikatplatten ("Klimaplatten"), die es auch als Keilplatten gibt (zum unauffälligen Einbau).
Eine spätere Dämmung der Außenwand auf der Außenseite ist nicht schädlich. Die innenseitige Dämmung muss dann nicht entfernt werden.
Bei einer außenseitigen Dämmung mit einer Dämmstärke, die der EnEV 2009 entspricht, ist mit Wärmebrücken, die Schimmelpilz in Wohnräumen verursachen, wohl kaum zu rechnen. Auskragende Balkonplatten sind nach wie vor Wärmebrücken. Bei sachgemäßer Anbringung der Außenwanddämmung verbessert sich auch die Wirkung der Wärmebrücke am Balkon. Im übrigen sind Wärmebrücken an Balkonplatten selten die alleinige Ursache für die Bildung von Schimmelpilz. |
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21.06.2010, 14:46 | |
D. Sperr Unregistriert
| | Zitat von aerocamera: | Es eignen sich Calcium-Silikatplatten ("Klimaplatten"), die es auch als Keilplatten gibt (zum unauffälligen Einbau).
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Klimaplatten sind zellstoffvergütete Calcium-Sillikatplatten. Diese sind selbstverständlich zur Wärmedämmung geeignet, gehören aber mit bis zu 65 Euro pro m² (bei 40 mm) auch zur preislichen Königsklasse. Ich denke da sind Mineralschaumplatten erheblich bezahlbarer.
Gruß D. Sperr |
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21.06.2010, 15:18 | |
D. Sperr Besucher
Wohnort: Burgthann Registriert: Jun 2010 | | Zitat von : | ... Gruß D. Sperr
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Nanu, wer benutzt da meinen Namen?
Gruß D. Sperr |
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21.06.2010, 16:46 | |
aerocamera Besucher
Wohnort: München Registriert: Apr 2010 | Mineralschaumplatten sind prizipiell für Innendämmungen geeignet. Sie sind jedoch erst ab einer Stärke von 5 cm bzw. 8 cm erhältlich. Nachdem zur Vermeidung von Schimmelpilz nur geringe Temperaturerhöhungen notwendig sind, reicht in der Regel eine Dämmstärke von 2,5 cm in den Ecken. Bei Keilplatten steigt die Dicke der Klimaplatte von 0 cm bis 2,5 cm an. Damit kann die Klimaplatte unauffällig in den Ecken als Streifen angebracht werden.
Nach meinen Informationen gibt es die Mineralschaumplatten nicht als Keilplatten. Um den Absatz in den Wandecken zu vermeiden muss dann die ganze Wand gedämmt werden. Die Verbrauch an Dämmmaterial ist dann wesentlich höher, als für Keilplatten. |
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21.06.2010, 17:16 | |
D. Sperr Unregistriert
| Wenn eine mangelnde Außendämmung vorherrscht und man möchte innen etwas "unternehmen", wäre es dumm bei dem Aufwand bei einer "Wandbearbeitung" nur so minimalistisch zu Arbeiten um den Taupunkt zu überschreiten. Eine 25 mm Klimaplatte kostet immer noch um gut 35 Euro der m². Eine 50 mm Mineralschaumplatte kostet unter 20 Euro UND ich habe noch eine erheblich bessere Dämmwirkung.
Keilplatten = Dämmkeile werden nur an eingebundenen Wänden (Decken) eingesetzt um Wärmebrücken in diesen Bereichen zu vermeiden. Es ist oft der einfachste Weg in diesem Bereich (bei Wänden) den Putz zu entfernen und diese Dämmkeile beizuputzen.
Gruß D. Sperr |
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