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| Thema: Schimmel in der Wohnung, was tun? |
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28.11.2011, 09:11 | | Seedless Unregistriert
| Hallo,
ich habe eine 1-Zimmer Wohnung in der es immer anfängt zu schimmeln wenn es kalt wird.
Eine Seite meiner Wohnung ist komplett von der Decke bis zum Boden mit Fesntern ausgestattet. Da ich in der 1. Etage wohne stehen vor den Fenstern kleine Regale (ca 1,10m hoch) und mein Kleiderschrank, zudem habe ich noch Vorhänge aufgehangen, sonst könnte echt jeder von unten reinschauen. Die Möbel können auch nirgendwo anders hin da meine Wohnung so klein ist.
So, an den Fenstern sammelt sich pro Tag immer so viel Wasser! Mit dem Wischen komme ich da garnicht hinterher, zumal ich alle Möbel täglich wegrücken müsste.
Jedenfalls wohne ich seit einem knappen Jahr hier, letzten Winter hatte sich Schimmel in den Ecken der Fenster, an der Tapete gebildet, der Vermieter kam und hat Spezialfarbe drüber gestrichen (ebenfalls im Bad, dort gibt es kein Fenster).
Nun habe ich nochmal hinter die Regale geschaut (sie stehen 15-20cm vom Fesnter weg), die ganze Fensterverkleidung (dieses weiße Plastik) war voller Schimmel, ganz viele grüne-schwarze kleine Punkte, manche auch perlzig, das Laminat war auch übersäht, zum Glück konnte ich alles abwischen.
Meine Vorhänge sind auch komplett von grün/schwarzen Punkten übersäht und an der Tapete bildet sich auch wieder Schimmel (an der gleichen Stelle wie letztes Jahr). Ich habe Angst dass es auf meine Möbel übergeht.
ISt das schon gesundheitsschädigend?
Ich lüfte ein paar Mal am Tag, aber die Fenster sind immer nass! Nachts habe ich die Fenster zu weil es hier so laut ist, morgens läuft dann nur so das Wasser runter.
Meine Frage jetzt, kann ich da irgendwas machen? Dem Vermieter wird es egal sein, denn ich wohne in einer Studentenstadt, hier wird man JEDE Wohnung los.
Kann ich kündigen ohne die Frist von 3 Monaten einzuhalten bei einem solchen Fall?
Ich will hier auch so unbedingt raus...
Würde mich sehr über Antworten freuen  | | Beiträge: n/a | eMail | | | 28.11.2011, 13:01 | | gelöschter Benutzer Unregistriert
| [Beitrag administrationsseitig gelöscht] | | Beiträge: n/a | eMail | | | 28.11.2011, 22:29 | | SVMoeller Besucher
Wohnort: München Registriert: Jul 2010 | Die Kondensation der Raumluft an den Fensterscheiben ("Wasser läuft herunter") ist ein eindeutiges Indiz für eine wesentlich zu hohe relative Luftfeuchtigkeit. Die relativ hohe Luftfeuchtigkeit entsteht, wenn die eingetragene Feuchtigkeit durch Atmen, Duschen, Kochen nicht vollständig weggelüftet wird.
Kleine Wohnungen müssen wegen des geringen Rauminhalts wesentlich öfters gelüftet werden, als größere Wohnungen (bei gleicher Anzahl an Personen). Ist das Studentenheim ein Altbau ohne zusätzliche Dämmung der Außenwände und hat neue, dichte Fenster, dann muss wahrscheinlich alle 1 1/2 bis 2 Stunden bei Anwesenheit gelüftet werden.
Das Wegwischen des Kondensats macht zwar die Scheibe wieder klar. Die Feuchtigkeit bleibt jedich im Raum und verdunstet wieder. Dann geht das Problem von Neuem los.
Wenn das Fenster nachts nicht geöffnet werden kann, dann kann ein elektrischer Luftrockner eingesetzt werden, um die relative Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.
Schimelpilz ist grunsätzlich gesundheitsgefährdend und sollte deshalb zeitnah beseitigt werden.
Solange kein bauseitiger Mangel und keine akute Gesundheitsgefahr (z.B. durch ärztliches Attest) fesgestellt wurden, wird eine fristlose Kündigung nicht als gerechtfertigt angesehen werden. Bitte hierzu Rat eines Rechtsanwalts oder beim Mieterbund einholen.
Thomas Möller - Sachverständiger für Schimmelpilz (TÜV zert.)
http://www.schimmelpilz-gutacher.com | | Beiträge: 673 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 675 Tagen | | | 01.12.2011, 00:10 | | Seedless Unregistriert
| Danke für die Antworten.
Da hier totaler Wohnungsmangel herrscht werde ich vermutlich auf die schnelle keine neue Wohnung bekommen.
Ich habe seit kurzem auch Probleme mit der Lunge/Husten usw. Natürlich kann das auch eine Erkältung sein.
Aber kann ein Arzt auf die Schnelle feststellen ob so etwas am Schimmel liegt?
Kann man die Gefahr von Schimmel günstig messen lassen? Mich würde es einfach interessieren.
Alle 2 Stunden lüften kann ich leider nicht... Das schaffe ich zeitlich nicht.
Was vllt noch interessant ist, ich kann heizen ohne Ende, in meiner Wohnugn wird es nie richtig auf die Dauer warm, das geht alles zu den Fenstern raus... | | Beiträge: n/a | eMail | | | 01.12.2011, 06:22 | | SVMoeller Besucher
Wohnort: München Registriert: Jul 2010 | Asthma und Alllergien können die Folge von Schimmelpilzbelastungen sein. Durch ärztliche Untersuchungen kann dies festgestellt werden.
Mit Luftkeim- und Luftpartikelmessungen kann die Schimmelpüilzbelastung in Wohnräumen gemessen werden. Diese Untersuchungen kosten in der Größenordnung von EUR 300 bis 500.
Das Entfernen von sichtbarem Schimmelpilz im Anfangsstadium ist ein Weg, die Gesundheitsgefahr zu reduzieren.
Wenn Sie in der Wohnung anwesend sind, ist das Lüften alle 2 Stunden (mit Ausnahme des Schlafens) spielend zu schaffen. Wenn Sie nicht anwesend sind, dann wird keine Feuchtigkeit in die Raumluft eingetragen. Dann muss die Raumluft auch nicht ausgetauscht / weggelüftet werden.
Bei kalter Witterung kann die "Stoßlüftung" recht kurz ausfallen. In der Regel reichen bei Temperaturen unter +5°C 2 bis 4 Minuten bei vollständig geöffnetem Fenster. Lieber 6 mal am Tag 2 Minuten lüften, als 2 mal am Tag jeweils 10 Minuten. Kurzes Stoßlüften spart Energie, weil nur die Luft und nicht auch noch die Einrichtung wieder aufgeheizt werden muss.
Als Student sollten man auch darüber nachdenken, ob nicht der CO2-Gehalt der Raumluft die Lernfähigkeit reduziert. Der Lüftungsbedarf zur Vermeidung von Schimmelpilz und für die Gesundheit laufen paralllel. Der Mensch benötigt bei Ruhe ca. 30 m³ Luft pro Stunde. Rechnen Sie sich den Rauminhalt Ihres Apartments aus und dividieren es durch 30. Dies ergibt die Anzahl der Lüftungen pro Tag bzw. täglichen Anwesenheit.
Thomas Möller - Sachverständiger für Schimmelpilz
http://www.schimmelpilz-gutachter.com | | Beiträge: 673 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 675 Tagen | | Seiten (1): [1] |
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