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Schimmelpilz Forum - Frage zu Schimmel an feuchten Wänden. Kommt + geht.

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Dein letzter Besuch war am 22.05.2012 um 06:26 Uhr.
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Thema: Frage zu Schimmel an feuchten Wänden. Kommt + geht. Seiten (1): [1]
01.01.2012, 12:21
Frage zu Schimmel an feuchten Wänden. Kommt + geht.Zitieren | Nach oben
werbemaxe
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Hallo,

zunächst zur Erklärung: ich wohne in Süd-Italien, in einem Mietshaus nahe am Meer. Die Luftfeuchte ist hier meist höher als in Deutschland, besonders im Winter. Meist haben wir draussen um die 70% Luftfeuchte.

Eine der Aussenwände im Schlafzimmer ist ziemlich kaputt und da kommt Feuchtigkeit rein. Ich habe schon mit Schimmelfarbe gestrichen, mit deepdry die Wände innnen + aussen behandelt usw. Immer wieder fällt die Farbe ab und nun hatten wir einen milden Dezember mit Temperaturen von 16 bis 20°C und haben nicht geheizt. Daraufhin hat sich an der Decke und Wand Schimmel gebildet. Wir hatten Luftfeuchtigkeiten von 80% im Schlafzimmer. Davon können meine Eltern in Deutschland nur träumen, die haben 30%. ;-))
Ich weiß, gut wäre um die 60%.
Es ist kein richtiger Schimmel, sondern die Wand verfärbt sich dunkel. Man sieht, daß es die weiße Farbe etwas schwarz wird. Wenn ich nun die Heizung anmache, verschwindet die Verfärbung wieder und die Wand wird wieder weiß. Ist das dennoch richtiger Schimmel?

Ich wohne nur zur Miete und der Vermieter ist alt und macht nichts mehr, also muss ich es selber machen. Ich möchte aber nicht so viel Geld in das Haus stecken. Meiner Meinung nach müsste die ganze Wand erneuert werden.

Was kann/muss ich tun? Ist diese Art von Schimmel gesundheitsgefährlich?

Danke, max
Beiträge: n/aeMail
 
01.01.2012, 13:17
Re: Frage zu Schimmel an feuchten Wänden. Kommt + geht.Zitieren | Nach oben
SVMoeller ist Offline SVMoeller
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Wohnort: München
Registriert: Jul 2010
Wenn die Farbe nach dem Heizen wieder weiß wird, dann ist es wahrscheinlich kein Schimmelpilz, sondern es sind beginnende Stockflecken.

Wenn die Schimmelpilzart nicht bestimmt ist (durch eine Laboruntersuchung), dann kann über Auswirkungen auf die Gesundheit keine Ausage gemacht werden.

Das Trocknen der Raumluft kommt durch das Aufheizen der Außenluft zustande. Je kälter die Außenluft ist, desto "trockener" wird die Raumluft.

Mit 16°C bis 20°C ist das Klima wie bei uns im Frühsommer. Auch die Luftfeuchtigkeit der Außenluft von 70% entspricht der bei uns. Unter diesen Voraussetzungen sollte eine relative Luftfeuchtigkeit der Raumluft einzuhalten sein, die das Wachstum von Schimmelpilz vermeidet. Es muss bei diesem Außenluftklima - wie bei uns - gut gelüftet werden.

Tritt Feuchtigkeit von außen in das Mauerwerk ein, dann bestehen - unabhängig von Außenluft- und Raumluftklima - Voraussetzungen zum Wachstum von Schimmelpilz. Dieser Feuchteschaden muss auf die Ursache untersucht und beseitigt werden. In Betracht kommt ein sog. Sanierputz an der Innenseite der Außenwände.

Liegt die Wohnung unter der Erdoberfläche, dann kann es wegen der niedrigen Oberflächentemperaturen an den "Kellerwände" zur Kondensation der Raumluft kommen (hauptsächlich unten). Liegt dieses Problem vor, dann kann die Oberflächentemperatur durch eine innenseitige Dämmung angehoben werden. Hierbei muss die Wand ansonsten trocken sein.

Thomas Möller - Sachverständiger für Schimmelpilz (TÜV zert.)
http://www.schimmelpilz-gutachter.com
Beiträge: 675Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 680 Tagen
 
01.01.2012, 14:01
Re: Frage zu Schimmel an feuchten Wänden. Kommt + geht.Zitieren | Nach oben
werbemaxe
Unregistriert

Hallo Herr Möller,

vielen Dank für die Erklärung. Das betroffene Zimmer befindet sich im Erdgeschoß, wobei das ganze Haus etwas höher gesetzt ist. Der (offene und nicht ausgebaute) Keller ragt noch ca. 1 Meter über der Erde heraus.

Ich hänge mal ein paar Bilder an. Konnte nicht anhängen, ist deaktiviert, deshalb sind die Bilder hier =>
marc.it/schimmel/

Ein Bild zeigt den abgefallenen Putz. Hier ist die Aussenwand auch von aussen stark beschädigt und hat weiße Ränder (Krusten), wahrscheinlich durch das Wasser in der Wand. Ich habe dort immer drüber gestrichen (mit atmungsaktiver Farbe), aber im Winter, wenn es mal wieder 2 Tage heftig regnet, ist die Wand wieder naß und der Putz und Farbe fallen wieder ab. Ich sehe da eigentlich keinen Schimmel, höchstens der Beton näßt durch, es bilden sich also weiße Fäden.

Die anderen beiden Bilder sind nach ein paar Stunden heizen entstanden, die Wand ist schon wieder viel weißer, aber noch nicht endgültig so weiß wie im Sommer. Ist das schon Pilz und/oder bedenklich? Ein wenig Farbe/Putz ist abgefallen.

Wie sollte denn die Luftfeuchtigkeit bestenfalls im Schlafzimmer sein, wenn wir nachts nicht unter 10° (aussen) und tagsüber um die 12 bis 19° (aussen) haben? Im Schlafzimmer haben wir zwischen 18 und 21°, je nachdem, ob wir heizen oder nicht. Mit 18° und 80% Luftfeuchtigkeit wurde die Wand schwarz!

Welche Feuchtigkeit würden Sie uns empfehlen? Wenn ich heize, geht es sofort auf 60% runter und 20°C.

Auch das Lüften ist problematisch, da im Winter jeder mit Holz heizt und wir somit das Haus immer voller Qualm haben. Wir lüften deshalb nur tagsüber, wenn die Kamine aus sind (also nicht früh morgens und nicht abends).

danke, max
Beiträge: n/aeMail
 
01.01.2012, 20:37
Re: Frage zu Schimmel an feuchten Wänden. Kommt + geht.Zitieren | Nach oben
SVMoeller ist Offline SVMoeller
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Wohnort: München
Registriert: Jul 2010
Werbemaxe,

die Bilder stellen wohl die Außenwandecke dar (oder?).

Ist die Wand nach dem Regen nass, dann ist der Gedanke naheliegend, dass die Feuchtigkeit durch die Wand kommt. Dies entspricht auch der Lage der Stockflecken, die nicht oben oder unten an der Außenwandecke sind.

Nach Ihren Informationen ist die Außenwand an der Außenseite beschädigt. Damit fehlt der zum Schutz der Wand notwendige "Schlagregenschutz". Dieser muss möglichst zeitnah durch die Reparatur am Putz und neuer Außenwandfarbe behoben werden. Dies wäre zumindest eine logische Folgerung des Schadensbildes.

Es kann auch sein, dass das Wasser an einer anderen Stelle der Außenwand oder an der Krone (Oberseite) der Außenwand durch ein undichtes Dach oder Dachrinne oder Fallrohr eindringt. Eine Inspektion der Außenwandecke außen im Bereich der Dachrinne vor und kurz nach dem Regen kannn mehr Klarheit zu diesem Punkt bringen.

Wenn Sie bei 12°C bis 19°C Außenlufttemperatur (und 70% rel. Luftfeuchtigkeit) und einer Raumtemperatur von 18°C bis 21°C immer noch 80% relative Luftfeuchtigkeit im Raum haben, dann kann es am unzureichenden Lüften oder am Feuchteschaden an der Wand liegen. Die feuchte Wand gibt immer dann Feuchtigkeit an die Raumluft ab, wenn deren Luftfeuchtigkeit sinkt. Damit steigt die relative Luftfeuchtigkeit nach dem Lüften schnell wieder an.

Die feuchte Wand kann nur durch sehr häufiges Lüften und Heizen oder durch den Einsatz eines elektrischen Luftentfeuchter (bei geschlossenen Fenstern und kurzzeitigem Stoßlüften) behoben werden.

Thomas Möller - Sachverständiger für Schimmelpilz (TÜV zert.)
http://www.schimmelpilz-gutachter.com
Beiträge: 675Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 680 Tagen
 
01.01.2012, 22:21
Re: Frage zu Schimmel an feuchten Wänden. Kommt + geht.Zitieren | Nach oben
bekannt
Unregistriert

Da muß mann nicht lange dran rumrätseln, da ist das Dach im Traufbereich defenkt bzw. undicht. Das muß von aussen repariert und abgedichtet werden, alles andere ist Unsinn.
Beiträge: n/aeMail
 
02.01.2012, 01:12
Re: Frage zu Schimmel an feuchten Wänden. Kommt + geht.Zitieren | Nach oben
werbemaxe
Unregistriert

Vielen Dank schon mal für die Antworten.

In der Tat ist es wohl das Dach und die Aussenwand (beide Bilder sind Aussenwände). Allerdings ist kein Dach drüber, sondern eine Terrasse und diese ist wohl mangelhaft abgedichtet. Hier regnet es recht selten (Sardinien) und deshalb ist das auch nicht alles professionell vom Vermieter gemacht worden. Von Februar bis Dezember hatten wir so gut wie keinen Regen und alles war trocken, aber dann haben 2 Tage Regen im Dezember die Wand wieder durchnässt. Ich kann das nicht selber reparieren, da der Vermieter das nicht übernehmen will und mir das auch nicht zahlt. Habe schon genug in das Haus reingesteckt, obwohl es gar nicht meins ist. Ausziehen kommt z.Z. auch nicht in Frage. Also muss ich eine kostengünstige schnelle Lösung finden. Wir haben nur noch 2 Monate Winter und ein paar Regentage kommen noch. Heute waren es zwar 19°C draussen, aber nachts ist's auch manchmal knapp unter 10°, also werde ich wohl etwas mehr heizen, damit der Raum nicht zu feucht wird.

Wie schlimm sieht das denn mit dem Schimmel auf den Bildern aus? Noch im Rahmen?

Das Haus ist draussen zwar verputzt, aber nicht gestrichen und der Putz hat viele Risse. Kann ich innen notdürftig streichen, damit die Feuchtigkeit draussen bleibt?

Ich dachte, mit diesem Supermittel "deepdry" hätte ich das Problem in den Griff bekommen, aber war wohl nix...

Danke,
max
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