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| Thema: Kupfersulfat gegen Schimmelpilz ??? |
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10.06.2004, 00:02 | | Vitali Winter Besucher
Wohnort: Registriert: Jul 2004 | Hallo an alle!
Wir haben festgestellt, daß Außenwände in unseren Wohnung mit Schimmel befallen sind. An Einer mehr, an Anderen weniger. Ich habe mich rumgehört und habe erfahren, daß jedes Antischimmelmittel irgendwie schädlich ist und nicht nur für den Schimmel selbst.
Mein Onkel schwört auf 5% Wasserlösung von Kupfersulfat (CuSO4).
Möchte gern wissen, ob dieses Mittel wirklich gut und ungiftig ist. Man möchte nicht noch mehr Gift in Wohnräume reinschleppen, als man hat.
Danke im Voraus! | | Beiträge: 1 | Profil | eMail | Dabei seit: 2866 Tagen | | | 10.06.2004, 10:27 | | KOBOTEC Ingenieurbüro, Paderborn Besucher
Wohnort: Paderborn Registriert: Jul 2004 | Hallo Herr Winter!
Anorganische Kupfersalze wirken in der Tat fungizid und werden auch im Holzschutz verwendet. Reine Kupfersulfatlösung wirkt bei oraler Aufnahme als Emetikum. Sonst
ist sie ungefährlich.
Die Mischungen von Kupfersulfatlösung mit Kalkmilch [Kupferkalkbrühe (Bordeauxbrühe)] oder Sodalösung [Kupfersodabrühe (Burgunderbrühe)] sind besonders im Weinbau bekannte Fungizide und nicht ganz so harmlos. Gleiches gilt für Kupferoxidchlorid.
Wenn Sie also reine Kupfersulfatlösung auf die Wandflächen auftragen, und diese dabei nicht gerade trinken, besteht keine Gefahr.
ABER: Die ganze Aktion nutzt langfristig gar nichts, wenn Sie die Ursachen für den Befall nicht ermitteln und abstellen!!
Die Voraussetzung für einen mikrobiologischen Schaden wie Schimmelpilz ist Feuchtigkeit. Solange diese weiterhin vorherrscht, wird der Pilz immer wieder auskeimen. Irgendwann sind alle Cu-Ionen, welche letzendlich für die fungizide Wirkung
verantwortlich sind, aufgebraucht. Da das Kupfersalz als solches gut wasserlöslich ist, wird es bei weiteren Feuchtigkeitsanfall zudem auch noch verdünnt und ausgewaschen, was die Wirkungsdauer noch weiter vermindert!
Fazit: Wenn die Ursachen bestehen bleiben, und der Schimmelpilzbefall nicht fachgerecht entfernt wird, würde ich der Kupfersulfatlösung maximal ein Jahr Erfolg zugestehen. Danach können Sie mit Sicherheit einen neuen Befall erwarten!
Gruß, Rainer Bold. HomePage http://www.kobotec.de
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KOBOTEC Paderborn
Ingenieurbüro für Raumklimaanalyse
Ihr Ansprechpartner : Rainer Bold
Fon: 05251 740 711
Fax: 05251 750 139
Web: http://www.kobotec.de | | Beiträge: 294 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2866 Tagen | | | 20.06.2004, 02:33 | | Dr. Christel Bluhm, IMWL GmbH, Velbert Besucher
Wohnort: 42555 Velbert Registriert: Jul 2004 | Hallo Herr Winter,
ich möchte zu Herrn Bold nur noch eineige Alternativen zur Behandlung ergänzen:
zum einen kann mann eine geusndheitlich völlig unbedenkliche Lösung einsezen, die allerdinsg in der Apotheke hergestellt werden muss und ca. 35 EUR/Liter kostet: Clotrimazol (wird z. B. in Mitteln gegen Hautpilz verwendet), Isoprpylalkohol udn Macrogol. Die genaue Zusammensetzung kann ich Ihnen gern heraussuchen. Auch Sanosil (Wasserstoffperoxid + Silber) ist egsundehitlich unbedenklich und gegen Schimmelpilz wirksam. Aber: ohne Abstellen der feuchtigkeitsursachen hilft dauerhaft keine Behandlung. Wenn Sie wissen möchten, ob der Schimmel gefährlich ist, können Sie z. B. bei uns eine (oder mehrere) Probe(n) untersuchen lassen. Weitere Infos: www.imwl.de.
Freundliche Grüße
Ch. Bluhm HomePage www.imwl.de | | Beiträge: 120 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2866 Tagen | | | 18.05.2012, 15:57 | | Hallo Unregistriert
| | Zitat von KOBOTEC Ingenieurbüro, Paderborn: | Hallo Herr Winter!
Anorganische Kupfersalze wirken in der Tat fungizid und werden auch im Holzschutz verwendet. Reine Kupfersulfatlösung wirkt bei oraler Aufnahme als Emetikum. Sonst
ist sie ungefährlich.
Die Mischungen von Kupfersulfatlösung mit Kalkmilch [Kupferkalkbrühe (Bordeauxbrühe)] oder Sodalösung [Kupfersodabrühe (Burgunderbrühe)] sind besonders im Weinbau bekannte Fungizide und nicht ganz so harmlos. Gleiches gilt für Kupferoxidchlorid.
Wenn Sie also reine Kupfersulfatlösung auf die Wandflächen auftragen, und diese dabei nicht gerade trinken, besteht keine Gefahr.
ABER: Die ganze Aktion nutzt langfristig gar nichts, wenn Sie die Ursachen für den Befall nicht ermitteln und abstellen!!
Die Voraussetzung für einen mikrobiologischen Schaden wie Schimmelpilz ist Feuchtigkeit. Solange diese weiterhin vorherrscht, wird der Pilz immer wieder auskeimen. Irgendwann sind alle Cu-Ionen, welche letzendlich für die fungizide Wirkung
verantwortlich sind, aufgebraucht. Da das Kupfersalz als solches gut wasserlöslich ist, wird es bei weiteren Feuchtigkeitsanfall zudem auch noch verdünnt und ausgewaschen, was die Wirkungsdauer noch weiter vermindert!
Fazit: Wenn die Ursachen bestehen bleiben, und der Schimmelpilzbefall nicht fachgerecht entfernt wird, würde ich der Kupfersulfatlösung maximal ein Jahr Erfolg zugestehen. Danach können Sie mit Sicherheit einen neuen Befall erwarten!
Gruß, Rainer Bold. HomePage http://www.kobotec.de
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