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| Thema: Schimmel im Bad, Vermieter will nichts machen |
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10.11.2004, 19:04 | | karamel Unregistriert
| Hallo,
wir sind verzweifelt. Seit September bewohnen wir ein älteres Reihenhäuschen (BJ 71). Bei Besichtigung (der Vormieter war noch drin) stellten wir fest, dass im Bad alle Fugen braun waren. Der Vermieter war selbst entsetzt und sagte zu, dies vor unserem Einzug beheben zu lassen.
Ich war blauäugig genug anzunehmen, dass er eine sachgerechte Sanierung meinte. Tatsächlich haben die Vermieter bloß die Fugen abgewaschen, und das auch nur da, wo sie hinkamen. Hinter dem Spülkasten z.B. ist gar nichts gemacht worden. Wir haben uns dann von einem Fliesenleger einen Spezialreiniger besorgt und die Kacheln in/um die Badewanne selbst behandelt. Außerdem achten wir sehr auf ausreichendes Stoßlüften (morgens und abends) und Heizen. Wir haben einen Luftentfeuchter aufgestellt. Die Fugen habe ich alle von Hand vorsichtig mit Schleifpapier vom schwarzen Belag gereinigt. Die undichten Silikonfugen um die Rosetten von Wasserhahn etc. wurden erneuert. Und feuchte Handtücher trocknen wir im Heizungskeller. Trotzdem kommt der Schimmel sichtbar wieder. Unser Vermieter ist ein Sparfuchs, der selbst in einigen Jahren das Haus beziehen will. Logisch, dass er vorher natürlich nichts sanieren will. Dementsprechend ist uns schon einiges in dem Haus untergekommen, was uns die wenigen Wochen dort bereits zur Hölle hat werden lassen (wiederholte Kurzschlüsse, morsche Elektroleitungen, überlaufende Toiletten, defekte Heizkörper, aus de rWand brechendes Treppengeländer...). All dies wurde so kostengünstig wie nur möglich provisorisch gerichtet.
Dass im Bad jedoch akuter Handlungsbedarf besteht, wird ignoriert. Lediglich der Schimmelbefall in der Decke oberhalb der Fliesenumrandung wurde durch einen Maler behoben. Damit soll es nun gut sein - meint der Vermieter. Wir sollen "halt mal abwarten". Wir hatten ihn neulich überzeugen können, die uralten Kacheln mal an einer Stelle zu entfernen, um sich die Wand darunter anzusehen. Doch seine Frau meinte, das sei Unsinn, und so wurde der Plan abgeblasen.
Ich habe einfach keinen Nerv auf einen Rechtsstreit, doch darauf wird es hinauslaufen. Der Mieterbund hat mich nicht gut beraten. Wir überlegen nun, einen Rechtsanwalt aufzusuchen. Doch was haben wir in der Hand? Sind diese Selbst-Tests, wie sie von Dräger und enius angeboten werden, zuverlässig? Wenn ein Gutachter bestellt werden muss - zahlt den die Rechtschutzversicherung?
Ich weiß nicht mehr weiter - ich will nicht schon wieder umziehen (das wäre der dritte Umzug in einem Jahr), aber so geht es auch nciht. Ich bin Asthmatiker. Was darf/kann ich vom Vermieter erwarten? Wie lange muss ich seine provisorischen Maßnahmen ("machen wir mal Folie drüber", "ich mach mal Zement auf die Fugen" etc.) hinnehmen? Wenn wir jetzt mit Mietminderung drohen, wird das Verhältnis total zerrüttet. Wenn wir gerichtlich die Sanierung durchsetzen, wird uns vermutlich beim Auszug das Leben schwer gemacht. Weiß jemand Rat, wie wir am besten vorgehen?
Über Tipps und Meinungen freue ich mich!
Gruß karamel | | Beiträge: n/a | eMail | | Seiten (1): [1] |
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