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| Thema: Luftfeuchtigkeit geht nicht runter, Schimmelansatz |
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10.11.2011, 08:23 | | Punkt1 Unregistriert
| Hallo
Ich habe ein großes Problem.
Im Sommer sind wir in eine neue Wohnung gezogen. 83qm Erdgeschoss. Da war alles ok. Seit ca. 4 Wochen plagen wir uns in allen Räumen mit 80 - 85 % Luftfeuchtigkeit!
Gibt es überhaupt noch eine Möglichkeit, die normal wieder zu senken?
Wir lüften 2-4x täglich komplett mit allen Fenstern weit auf für 10 Minuten. Alle Heizungen sind an, in der Wohnung sind 22 Grad (wir hoffen, mit mehr Wärme die Luftfeuchtigkeit zu senken). Wir haben im Internet gelesen, dass man so lüften soll.
Ich muss meine Wäsche in der Wohnung trocknen, da es keinen nutzbaren Trockenkeller gibt. Das sind 1-2 Wäscheständer pro Woche. Die Wäsche wird aber kaum noch trocken, auch nicht nach einer Woche.
In der Küche habe ich eine Dunstabzugshaube, die die feuchte Luft direkt nach draußen leitet.
Inzwischen ist es so, dass meine Bettwäsche abends klamm ist und auch meine Kleidung aus dem Schrank sich feucht anfühlt und muffig riecht. An den Fensterwangen sowie in einer Ecke der Decke (zur Außenwand) im Schlafzimmer bildet sich Schimmel. Die Fenster sind alle klatschnass morgens und die Dichtungen schimmeln dort auch immer schnell.
Liegt es nach so kurzer Zeit wirklich schon an uns? Kann man wenn die Feuchtigkeit schon so tief drin ist überhaupt noch mit normalen Mitteln die Feuchtigkeit senken? Helfen diese Luftentfeuchter mit Granulaten? Was können wir tun, ich will nicht, dass sich nun Schimmel überall ausbreitet! Machen wir irgendwas grundlegend falsch?
Freundliche Grüße! | | Beiträge: n/a | eMail | | | 11.11.2011, 12:24 | | gelöschter Benutzer Unregistriert
| [Beitrag administrationsseitig gelöscht] | | Beiträge: n/a | eMail | | | 14.11.2011, 07:15 | | Punkt1 Unregistriert
| Hallo
2 Nachbarn habe ich gefragt, die sagen sie haben keine Ahnung, wie die Luftfeuchtigkeit ist, aber Schimmel hätten sie keinen. Haben allerdings auch beide nen Wäschetrockner.
Wir haben mit viel, viel Lüften die Feuchtigkeit nun auf 75 % gedrückt.
Im Schlafzimmer schimmelt es an der Decke an einer Außenwand parallel zu einer Tapetenkante (also am Rande einer Tapetenbahn), so ein paar mm breiter Streifen. Liegt das daran, dass sich an der Kante der Schimmel am besten festsetzen kann? Habs noch nie symetrisch schimmeln sehen. Es ist auch nicht viel nur einige mm und eine ca. 10x20cm große Stelle in einer Ecke (auch an der Decke).
Grüße | | Beiträge: n/a | eMail | | | 14.11.2011, 13:44 | | gelöschter Benutzer Unregistriert
| [Beitrag administrationsseitig gelöscht]
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zuletzt von Gianni Facini am 14.11.2011, 14:45 Uhr | | Beiträge: n/a | eMail | | | 14.11.2011, 16:34 | | Irritierter Unregistriert
| Du bist ja krank aber im Kopf | | Beiträge: n/a | eMail | | | Gestern, 10:32 | | SVMoeller Besucher
Wohnort: München Registriert: Jul 2010 | Eine relative Luftfeuchtigkeit von über 50% in Altbauwohnungen während der Heizperiode ist ein grundsätzliches Problem, das zur Bildung von Schimmelpilz führen kann. Auch bei Gebäuden mit einem Alter von mehr als 8 Jahren (ohne zusätzliche Wärmedämmung) kann dies zu Schimmelpilz führen.
Wenn sich die relative Luftfeuchtigkeit im Wohnraum durch häufiges Lüften nicht reduzieren lässt, dann hat das Mauerwerk eine hohe Feuchtigkeit, das zunächst ausgetrocknet werden muss. Sind keine Stockflecken sichtbar, dann kann vermutet werden, dass kein Wasserschaden oder eindringende Feuchtigkeit in das Mauerwerk vorliegt.
Das Trocknen von Wäsche in der Wohnung hat zur Folge, dass eine hohe Menge an Wasserdampf in die Raumluft eingetragen wird. Dies ist nur dann ohne Folgen auf eine mögliche Bildung von Schimmelpilz, wenn diese Feuchtemenge unverzüglich weggelüftet wird. Lässt man die Feuchte Luft tagsüber im Wohnraum, dann nimmt das Mauerwerk diese Feuchtigkeit auf, bis eine Feuchtewert erreicht ist, der zur Bildung von Schimmelpilz ausreicht.
An folgendem Beispiel wird klar, dass mehr als "2 Stoßlüftungen pro Tag" notwendig sind, um den Wasserdampf der getrockneten Wäsche wegzulüften.
Der Rauminhalt eines Zimmers mit 15 qm ist 37,5 Kubikmeter. Mit jedem Kubikmeter Luft, die im Winter weggelüftet wird, werden ca. 4 Gramm Wasserdampf "entsorgt". Eine Stoßlüftung schafft also 150 gr. Wasserdampf ins Freie. Um 3 kg Wasser aus der Wäsche wegzulüften werden also 20 Stoßlüftungen benötigt. Wird die verdunstete Menge an Waser in der Wäsche nicht vollständig weggelüftet, führt dies zu einer sehr hohen relativen Luftfeuchtigkeit in der Wohnung.
Das Trocknen von Wäsche in der der Wohnung ist nur dann unschädlich, wenn entsprechend gelüftet wird.
Das Problem der hohen Luftfeuchtigkeot in der Wohnung kann m.E. nur durch den Einsatz eines elekrischen Luftentfeuchters (gibt es auch zur Miete - z.B. http://www.tkl-rent.biz/mieten/item/11/2/0/863/bautrockner-ttk-140-s.html) behoben werden. Der Einsatz dauert 2 bis 4 Wochen.
Alternativ kann die Wohnung durch sehr häufiges Lüften "getrocknet" werden. Hierbei wird immer dann gelüftet, wenn die relative Luftfeuchtigkeit im "eingeschwungenen Zustand" erreicht ist (z.B. nach einer halben Stunde). Die Trocknung dauert auch in diesem Fall 3 bis 4 Wochen. Nach der Stabilisierung der Luftfeuchte auf unter 50% (im Winter) kann normal, bzw. verstärkt beim Trocknen der Wäsche, gelüftet werden.
Tritt nach der "Trocknung" der Wohnung nach wie vor Schimmelpilz auf, dann muss das Mauerwerk auf eindringende Feuchtigkeit untersucht werden.
Thomas Möller - Sachverständiger für Schimmelpilz (TÜV zert.)
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