Autor |
| Thema: Kondenswasser an Fenster |
Seiten (1): [1] | |
Gestern, 07:34 | |
Neuling72 Unregistriert
| Hallo,
wohne in einer Wohnung BJ 2008. Seitdem es kälter geworden ist sieht man an den Kunststofffenstern eine Kondenswasserbildung. Im Raum ist eine Temperatur vom 21 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 55-60%. Ist das normal? Oder taugen da die Fenster nichts?
Für Tipps wäre ich dankbar! |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
Gestern, 08:48 | |
SSV-Schwarz Besucher
Wohnort: Nürnberg Registriert: Sep 2011 | 55-60% rel. Luftfeuchtigkeit sind schon etwas grenzwertig.
Durch vernünftiges Lüften noch etwas weiter senken.
Ansonsten ist eine leichte Tauwasserbildung (auch an isolierverglasten Fenstern) nicht ungewöhnlich und sollte einfach abgewischt werden
www.ssv-schwarz.de |
| Beiträge: 30 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 238 Tagen |
| |
25.11.2011, 00:59 | |
guido Unregistriert
| Habe mir gerade diesen alten unsäglichen ersten Thread über ´s Kondenswasser durchgelesen.
Wieso ist noch keine auf die Möglichkeit gekommen, entweder:
eine Zwangslüftung mit Wärmetauscher wie bei Passivhäusern einzubauen? Dann braucht man nämlich garnicht mehr lüften, sondern das Ding macht das für einen, und zwar ständig, mit möglichst geringem Energieverlust. Hab ich gehört. Stimmt das? Kennt sich einer damit aus?
oder einer dreifach Isolierglasscheibe, die so gut dämmt, dass sie nicht mehr unter den Taupunkt fällt. Oder gibts so gute Scheiben noch nicht?
Beides könnte ich mir vorstellen, hab aber keine Erfahrung damit, und wills nicht erst ausprobieren um dann zu merken, dass es vielleicht Quatsch ist.
Fachleute, antwortet mal...
danke, Guido |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
25.11.2011, 12:33 | |
SSV-Schwarz Besucher
Wohnort: Nürnberg Registriert: Sep 2011 | | Zitat von : |
Wieso ist noch keine auf die Möglichkeit gekommen, entweder:
|
Auf die Möglichkeit gekommen sind sicherlich schon sehr sehr viele ..
Aber wir reden hier nicht von Neubau, Sanierung oder ähnlichem. Da musst Du z. B. ins Bauexpertenforum oder so.
Wir reden (schreiben) hier von den wahrscheinlich 99,9%, die in einer Mietwohnung leben, die eine Frage zu Ihrer ETW haben oder sich ganz pauschal informieren wollen.
Die wollen wissen, ob dieses oder jenes üblich oder normal ist, oder ob vielleicht die Bausubstanz daran schuld ist.
Die meisten Fragen kann man hier nicht beantworten, weil Fakten und Messergebnisse fehlen, aber eins ist sicher, wenn jemand eine so einfache Frage stellt, nach Kondenswasser am Fenster unten, kann man ihm nicht gleich eine neue Fenster, Zwangsentlüftung, KWL oder ähnliches nahelegen.
Immer schön auf dem Boden bleiben....
www.ssv-schwarz.de |
| Beiträge: 30 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 238 Tagen |
| |
04.02.2012, 10:46 | |
kati Unregistriert
| hallo
ich habe das selbe problem. allerdings wohne ich in einer souterrain whg in einem neubau. ich hatte im sommer ein paar probleme mit stockflecken, die ich dann beseitigt habe und seit dem auch nie wieder zu gesicht bekommen habe. allerdings bin ich dadurch sehr sensibel geworden und achte jetzt vermehrt darauf. seitdem es jetzt die letzten tage so sehr kalt wurde und sich immer und immer mehr kondenswasser an den fenstern gebildet hat, habe ich doch wieder angst, dass der schimmel sich seinen weg zurück bahnen könnte.
nachts steigt bei uns die luftfeuchtigkeit auf ca.64%. dann lüfte ich natürlich quer durch. wenn es geht dann mach ich das 3 mal. meist aber durch arbeit bedingt nur 2 mal.
nach dem lüften sinkt die luftfeuchtigkeit auf ca 31%... wenn sie doch dann mal da bleiben würde! aber schon nach kurzer zeit ist sie wieder auf ~50%.
find ich gar nich so super!
was kann ich noch machen?
habe luftentfeuchter (nicht elektrisch) und diese in jedes zimmer gestellt. viel gebracht, haben sie aber meiner meinung aber noch nich wirklich was.
einen elektrischen will ich ehrlich gesagt nich wirklich haben... |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
04.02.2012, 11:09 | |
SVMoeller Besucher
Wohnort: München Registriert: Jul 2010 | 64% relative Luftfeuchtigkeit bei kalter Witterung ist auch für einen Neubau 2008 zu hoch. Es muss also mehr gelüftet werden, um die durchschnittliche rela´tive Luftfeuchtigkeit (Tagesmittel) auf unter 50% zu bringen (gilt für Temperaturen unter 0°C).
3-maliges Lüften pro Tag ist auch für Berufstätige möglich: Vor oder nach dem Frühstück, beim Heinkommen und vor den zu Bett gehen. Dies halten Gerichte als "für zumutbar".
Wenn die relative Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum hoch war, dann mimmt das Mauerwerk auch diese Feuchtigkeit an. Sobald gelüftet wird gibt das Mauerwerk Feuchtigkeit an und der Wert vor dem Lüften wird schnell erreicht. Zur Trocknung des Mauerwerks muss wesentlich öfters gelüftet oder ein elektrischer Lufttrockner eingesetzt werden.
Chemische Lufttrockner sind wenig effektiv zur Trocknung von Wänden.
Im Sommer kann dennoch ein elektrischer Lufttrockner notwendig sein, um die Kondensation der warmen, feuchten Außenluft an den Kellerwänden zu vermeiden.
Thomas Möller - Sachverständiger für Schimmelpilz (TÜV zert.)
http://www.schimmelpilz-gutachter.com |
| Beiträge: 673 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 675 Tagen |
| |
04.02.2012, 12:28 | |
kati Unregistriert
| wie hoch "darf" oder sollte denn die luftfeuchtigkeit denn sein. hab jetzt in vielen foren gelesen, aber da gingen die meinungen doch sehr weit auseinander. da war alles von 20 sogar bis zu 70% vertreten. oO |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
04.02.2012, 15:05 | |
Jürgen Sieber Unregistriert
| Die maximale Luftfeuchtigkeit liegt im Winter bei 50% und 20 Grad Raumtemperatur. Wobei zu betonen ist, dass die 50% eine absolute Höchstgrenze darstellen.
Dieser Wert ist in der Wärmeschutzverordnung DIN 4108 festgelegt. Im Winter sind reelle Werte von 40% und weniger möglich.
Gruß
Jürgen Sieber
www.fensterbausieber.de |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
04.02.2012, 15:48 | |
Jürgen Sieber Unregistriert
| Übrigens, mehr zum Thema Luftfeuchtigkeit am Fenster finden Sie hinter diesem Link.
http://www.fensterbausieber.de/downloads/001-kondensatbildung-auf-isolierglas.pdf
Gruß
Jürgen Sieber |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
05.02.2012, 08:22 | |
SVMoeller Besucher
Wohnort: München Registriert: Jul 2010 | Die "zulässigen" Werte für die relative Lüftfeuchtigkeit hängen von der Qualität der Wärmedämmung der Außenwände ab. Bei Neubauten und Altbauten ohne zusätzliche Wärmedämmung der Außenwände sollten 45% bis 50% eingestellt werden.
Zur Vermeidung von Schimmelpilz in älteren Gebäuden ohne zusätzlich Außenwanddämung sollte die relative Luftfeuchtigkeit bei Frost zwischen 35% und 40% liegen. Diese Werte können durch entsprechend häufiges Lüften eingestellt werden.
Thomas Möller - Sachverständiger für Schimmelpilz (TÜV zert.)
http://www.schimelpilz-gutachter.com |
| Beiträge: 673 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 675 Tagen |
| Seiten (1): [1] |