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Schimmelpilz Forum - Feuchtigkeit und nach 3 Jahren (wahrsch.) Schimmel

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Thema: Feuchtigkeit und nach 3 Jahren (wahrsch.) Schimmel Seiten (1): [1]
22.12.2011, 02:46
Feuchtigkeit und nach 3 Jahren (wahrsch.) SchimmelZitieren | Nach oben
toni123 ist Offline toni123
Besucher

Wohnort: München
Registriert: Dec 2011
Guten Abend,

derzeit stehe ich vor einem Problem:
meine Einzimmer-Kellergeschosswohnung ist ca 25 qm groß und besitzt zwei große Fenster, wodurch die Wohnung hell ist und somit auch gut gelüftet werden kann. Das Gebäude ist ca. 35 Jahre alt.
In dieser Wohnung wohne ich jetzt seit knapp 3 Jahren und hatte bisher keine Probleme mit Schimmel.
Ich öffne eine Fenster morgens nach dem Aufstehen und duschen vollständig, um die Luftzirkulation zu gewährleisten und auch wenn ich tagsüber zu Hause bin mehrmals. Die Heizung ist tagsüber an, nachts aus.

Im letzten Winter ist mir aufgefallen, das an der Küchenzeile, die wie eine Art "Erker" den Raum erweitert,sich an einer Seite, welche die Ecke zwischen den beiden Außenwänden darstellt, häufig Feuchtigkeit absetzt. Auch wenn sich hier direkt die Herdplatte befindet, geschehen diese Kondenzwasserablagerungen auch unabhängig davon, ob gerade gekocht wurde oder nicht. Des Weiteren ist dieser Wandbereich jetzt zur kalten Jahreszeit auch sehr stark abgekühlt. Im Sommer gab es hier keine Probleme, mit der wieder eingetretenen kalten Jahreszeit tritt dieses Problem aber gerade wieder auf.

Die Fenster schließen außerdem nicht vollständig, sodass ein ganz leichter Zug besteht.

Des Weiteren habe ich an den unteren Fensterrändern ebenfalls Kondenzwasserablagerungen, die ich im Moment mehrmals täglich abwische.

Außerdem habe ich heute an den Fugen, die Fenster und Mauerwerk verbinden an zwei Stellen mehrere kleine dunkle Punkte entdeckt, wovon ich ausgehe, das es Schimmel ist.

Meine Frage ist nun, warum sich dieses Schimmelproblem erst nach 3 Jahren Wohnzeit in der Wohnung zeigt, wobei ich mein Lüftungs- und Heizverhalten über die 3 Jahre nicht geändert habe?

Kann ich diese dunklen Stellen kurzfristig beseitigen? Bzw. können sich diese Stellen noch weiter ausweiten, wenn ich in den kommenden 2 Wochen im Urlaub bin?

Für Antworten bin ich sehr dankbar.
Beiträge: 2Profil | eMail | Dabei seit: 152 Tagen
 
22.12.2011, 03:14
Re: Feuchtigkeit und nach 3 Jahren (wahrsch.) SchimmelZitieren | Nach oben
toni123 ist Offline toni123
Besucher

Wohnort: München
Registriert: Dec 2011
Leider funktioniert derzeit die Editier-Funktion nicht, daher setzte ich meine ergänzende Anmerkung in diesen Beitrag:

Die Vermieter wurden letztes Jahr selbstverständlich über die kalte Stelle in der Küchenzeile und sich bildende Feuchtigkeit informiert.
Oberhalb der Herdplatte befindet sich auf der kompletten Breite der Küchenzeile (ca. 1,40 m) der Einbauhängeschrank, aus Pressspan. Auch IM Einbauschrank, an der Ecke/dem Winkel der beiden Außenwände, wurde dieser feucht.
Sonst an keiner anderen Stelle.

Die damalige Begründung für die Kondenzwasserbildung an dieser Stelle war, es käme durch das Kochen und irgendwann sei das Holz voll gesogen, so dass sich die Feuchtigkeit im Holz nach außen absetzt. Es wurde an der Unterseite des Schranks eine Metallplatte angebracht, an der sich eine kleine Schiebeeinrichtung befindet, mit der man eine kleine weitere, ca. 10 cm tiefe Platte hervor ziehen kann. Diese soll beim kochen hervor gezogen werden und als "Dunstabzugshaubenersatz" dienen, so dass der Dampf vom kochen vor dem Schrank entweichen kann. Dies ist die offizielle Erklärung und kam mir damals schon merkwürdig vor.

Insgesamt wundert mich auch, dass mein Vormieter, über den ich an die Wohnung gekommen bin und auch besser kenne, nichts von gleichen Problemen berichtet hat.
Beiträge: 2Profil | eMail | Dabei seit: 152 Tagen
 
23.12.2011, 08:36
Re: Feuchtigkeit und nach 3 Jahren (wahrsch.) SchimmelZitieren | Nach oben
SVMoeller ist Offline SVMoeller
Besucher

Wohnort: München
Registriert: Jul 2010
Aus der langen und ausführlichen Beschreibung geht nicht hervor ob ein Schimmelpilzbefall wirklich vorliegt und wie groß er ist. Auch liegen nicht genügend Informationen zu den kalten bzw. feuchten Stellen an der Wand vor, um die Ursache zu klären.

Die 2 kleinen Punkte können sich schon vergrößern. Die Entwicklung sollte beobachtet werden.

Es kann sein, dass sich Ihr Lüftungsverhalten,die Aufenthaltszeiten und die klimatischen Bedingungen (Außenlufttemperatur / rel. Luftfeuchtigkeit) innerhalb der 3 Jahre geändert haben. Dies alles hat eine Relavanz für die Bildung von Schimmelpilz.

Die kleinen dunklen Stellen können mit Schimmelpilz-Entferner (am besten ohne Chor, jedoch mit Wasserstoffperoxyd - z.B. JatiProducts Schimmelpilz-Entferner aus der Apotheke oder Mellerud Schimmelvernichter ohne Chlor) beseitigt werden.

Es sei denn die feuchten Stellen im Mauerwerk wurden durch in das Mauerwerk eindríngende Feuchtigkeit verursacht, kommt es während des Urlaubs nicht zu einer Verschlechterung, solange die Räume zumindest etwas beheizt werden.

Das Abstellen der Heizung über Nacht ist grundsätzlich ein Problerm. Nachdem die relative Luftfeuchtigkeit nachts ansteigt, trifft sie auch noch auf kalte Wände. Dies kann zur Kondensation der Raumluft (Feuchteschaden) und Bildung von Schimmelpilz führen.

Zur Vermeidung von Schimmelpilz empfehle ich den Einsatz eines digitalen Thermometer / Hygrometers (kostet bei Conrad ca. EUR 12 plus 2 Batterien). Während der Heizperiode sollte die relative Luftfeuchtigkeit 50% nicht überschreiten. Bei Altbauten ohne zusätzliche Wärmedämmung sollte die relative Luftfeuchtigkeit bei kalter Witterung niedriger sein (z.B. unter 40% bei Temperaturen unter 0°C bzw. unter 35% bei Temperaturen unter -5°C).

Thomas Möller - Sachverständiger für Schimmelpilz (TÜV zert.)
http://www.schimmelpilz-gutachter.com
Beiträge: 675Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 680 Tagen
 
30.12.2011, 04:46
Re: Feuchtigkeit und nach 3 Jahren (wahrsch.) SchimmelZitieren | Nach oben
toni123
Unregistriert

Vielen Dank für Ihre Antwort. Bitte entschuldigen Die meine späte Rückmeldung.
Während meiner Abwesenheit ist der Raum nicht bewohnt. Könnte sich auch dann der Schimmel ausbreiten?

Ein von Ihnen angesprochenes verändertes Lüftungs- und Aufenthaltsverhalten könnte jetzt erst einmal rückblickend nicht feststellen.

Ein entsprechendes Gerät zur Luftfeuchtigkeitsmessung werde ich nach meiner Rückkehr kaufen.

Was mich etwas verwundert ist, dass sich ihre Ausführungen so lesen, als dass es nicht unbedingt Schimm sein müsste. Was könnte es sonst sein?
Die kleinen dunklen Flecken befinden sich an unterschiedlichen Stellen der Fensterlaibung. Zum einen in der oberen linken Ecke und zum anderen auf der rechten Seite des Fensters, auf halber Höhe. Auf dieser Seite befindet sich auch der Griff zur kompletten Öffnung des Fensters. Beim Querlesen des Forums habe ich festgestellt, dass sich Schimmel eher an den unteren Bereichen eines Fensters festsetzt. Habe ich das richtig verstanden?

Welche Informationen würden Sie noch für die von Kälte betroffene Wand benötigen? Direkte Oberflächentemperaturen habe ich leider bisher noch nicht festgehalten.

Für eine weitere Rückmeldung danke ich Ihnen.
Beiträge: n/aeMail
 
30.12.2011, 09:09
Re: Feuchtigkeit und nach 3 Jahren (wahrsch.) SchimmelZitieren | Nach oben
SVMoeller ist Offline SVMoeller
Besucher

Wohnort: München
Registriert: Jul 2010
In Ihrem ersten Post berichteten Sie, dass Sie mehrmals täglich Kondensat vom Femster wegwischen. Kondesat am Wärmschtzverglasung (Fenster ab Baujahr 1995) dürfen bei Temperaturen unter 0°C höchsten 5 cm von unten beschlagen. Ist das Kondensat höher, dann ist eine zu hohe relative Luftfeuchtigkeit zu vermuten. Bei älteren Fenstern mit Isolierglas darf die Kondensation höher sein. Ist die Scheibe vollständig beschlgen, dann ist die relative Luftfeuchtigkeit definitiv zu hoch und es muss gelüftet werden.

Bei Kellerwohnungen in älteren Gebäuden kann die Ursache für die Schimmelpilzbildung auch in das Mauerwerk eindringende Feuchtigkeit sein. Zur Untersuchung, ob dieses Problem vorliegt, sollte ein Fachmann beauftragt werden.

Schimmelpilz entsteht an den Fensterlaibungen oben und unten je nach Konstruktion der Außenwand und dem Nutzungsverhalten (z.B. Kipplüftung ja/nein).

Thomas Möller - Sachverständiger für Scxhimmelpilz (TÜV zert.)
http://www.schimmelpilz-gutachter.com
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30.12.2011, 12:15
Re: Feuchtigkeit und nach 3 Jahren (wahrsch.) SchimmelZitieren | Nach oben
toni123
Unregistriert

Vielen Dank für Ihre Informationen.
Nein, höher als 5 cm ist das Kondensat nicht; welchem Baujahr die Fenster entsprechen, kann ich leider nicht sagen, da mir diese Information bisher nicht vorliegt.

Genauere Angaben zur Konstruktion der Aussenwand kann ich derzeit leider ebenfalls noch nicht machen. Eine Kipplüftung kommt regelmässig vor.
Da ich dieses Kipplüftungsverhalten aber auch schon seit meinem Einzug praktiziere, wundert es mich, dass es jetzt erst zu Schimmelbildung zu kommen scheint.

Ich bedanke mich sehr für Ihre Antworten und werde mich um weitere Schritte nach meinem Urlaub kümmern.
Beiträge: n/aeMail
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