| Willkommen auf Schimmelpilz Forum, Anonymous. Dein letzter Besuch war am 22.05.2012 um 06:26 Uhr. ( Letzter Beitrag ) |
Autor |
| Thema: Plötzlicher & Extremer Schimmelbefall |
Seiten (1): [1] | |
23.12.2011, 21:25 | | Cyklon Unregistriert
| Grüße euch,
ich bin derzeit Azubi und wohne jetzt seit etwas über 2 Jahren in meiner 1 Raum wohnung und nun habe ich das Problem das sich extremer Schimmel in der Wohnung gebildet hat.
Ich bin jemand der gerne mal wieder sein Wohnzimmer umbaut. Das letztemal habe ich vor ca 1 Monat umgeräumt. Soweit sogut, als ich grad einen blick hinter meinen schrank warf, weil mir etwas hintergefallen war, traf mich der schlag!!
Hinter dem schrank ist eine steckdose verbaut welche drumherum EXTREMEN schimmelbefall gepackt hat. Ich habe sofort die Schränke von der wand gezogen und festgestellt das sich über eine ca. 6 Meter lange wand am Bodenbereich ein total krasser schimmelteppisch in lustigen bunten farben entlang gezogen hat.
Schockiert riss ich mein Poster von der Wand und musste direkt feststellen, das es genau hinter dem Poster auch anfing und sogar leichte umrisse entstanden sind, welches allerdings keine 2 Wochen da hängt. Genauer hab ich die Wand betrachtet und sehe wie auch im oberen teil der Wand, wie kleine aufgesaugte wassertropfen, kleine schimmelflecken entstehen. Auf dem Schimmel um die Steckdose selbst sind glasklare wassertropfen zu sehen.
Desweiteren ist mir aufgefallen das innen am Balkonfenster (ein kleinerer) und am Fuße der aussenwand zwischen Balkon und Wohnung ebenfalls anfängt, sich ziemlich schnell zu verbreiten !
Ich wohne in einem 5 stöckigen mehrfamilienhaus, wie oben genannt, in einer einraumwohnung die im obersten stock liegt. Ich habe über meiner Wohnung ein flachdach und 2 außenwände. Ich achte darauf das ich regelmäßig lüfte (kipp sowie ca. 5 minütiges stoßlüften) doch in den letzten nächten hatte ich teilweise sehr nasse Fenster mit schwimmendem Fensterbrett. Sets habe ich auch darauf geachtet, das meine schränke & möbel nicht zu dicht an der aussenwand stehen da es mir durchaus bekannt ist das dies schimmeln kann.
Sooooo ... optisch gesehen is der schaden so krass, das mir niemand abnehmen wird das das erst seit kurzer zeit so aussieht. Ich selbst habe soetwas auch NOCH NIE gesehen. Abgesehen vom gesundheitlichen aspekten muss ich dringends was dagegen tun, das weiss ich, aber ich weiss nicht genau wie ich da jetzt vorgehen soll da ich stark damit rechne das die Hausverwaltung mir das ding vorn latz knallt und natürlich zur kasse beten will. Ich hab so garkeine erfahrung mit Hausverwaltungen und dem ganzen krams.
So, wie kann sowas vorkommen ? kann das reiner eigenverschuld sein sodass ich den entstandenen schaden dort selbst bezahlen muss ? Wie finde ich heraus ob das baumängel oder eigenverschulden ist ? könnte es sein das evtl. das Dach undicht ist und wie gehe ich da am besten jetzt gegen vor ? dadurch das nun auch zwischen weihnachten und neujahr sich kaum jemand bewegen wird, die wand aber bald mit mir spricht, bin ich überfordert.
Bitte Helft mir, ich weiss net was hier geschieht !
MFG | | Beiträge: n/a | eMail | | | 24.12.2011, 11:44 | | SVMoeller Besucher
Wohnort: München Registriert: Jul 2010 | Der Beschreibung nach ist die ein Schimmelpilz- und Feuchteschaden an der Wand, der Auf Kondensation der Raumluft zurückzuführen ist.
Wenn auf der Steckdose Kondensat festgestellt wurde, dann ist ein möglicher Grund eine (zu) hohe relative Luftfeuchtigkeit. Gefördert wird dies durch die Abkühlung der Wand durch die Möbel.
Das Beschlagen der Fenster ist ein weiterer Hinweis auf hohe Werte der relativen Luftfeuchtigkeit. Durch den großflächigen Schimmelpilzbefall ist die Wand an diesen Stellen feucht. Dies führt zu einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit, da die Wand sofort nach dem Lüften Feuchtigkeit an die Raumluft abgibt.
Der Schimmelpilzbefall sollte möglichst zeitnah beseitigt werden. Kleine Schäden können mit Schimmelkpilz-Entferner (am besten ohne Chlor, jedoch, mit Waserstoffperoxyd - z.B. JatiProducts Schimmelpilz-Entferner aus der Apotheke oder Mellerud "ohne Chlor") selbst entfernt werden. Große Schäden (> 0,5 qm) sollten durch eine Fachfirma beseitugt werden.
Die Wand muss getrocknet werden. Dies kann während der Heizperiode durch sehr häufiges Lüften oder durch den Einsatz eines elektrischen Lufttrockners erfolgen.
Ist das Gebäude ein Altbau ohne zusätzlich gedämmte Wände, dann sollte die relative Luftfeuchtigkeit 50% während der Heizperiode nicht überschreiten. Bei kalter Witterung sollte die Rel. Luftfeuchtigkeit 40% (unter 0°C) und 35% (unter -5°C) nicht überschreiten. Bei Neubauwohnungen und Altbauten mit zusätzlich gedämmten Wänden solten 50% nicht überschritten werden.
Wurden in einem Altbau ohne zusätzliche Dämmung der Außenwände neue, dichte Fenster eingebaut, dann kann die Ursache der Schimmelpilzbildung an einem bauseitigem Mangel liegen. Zum einen muss die Dämmung der Außenwand und die Mindestluftwechselrate bei geschlossenen Fenstern den Anforderung der DIN-Normen entsprechen.
Thomas Möller - Sachverständiger für Schimmelpilz (TÜV zert.)
http://www.schimmelpilz-gutachter.com | | Beiträge: 675 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 680 Tagen | | Seiten (1): [1] |
|