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Autor |
| Thema: Ist das auch Schimmel? |
Seiten (1): [1] | |
31.01.2012, 23:36 | | principessa Unregistriert
| Wir sind in eine neue Wohnung gezogen, die zuvor mit Schimmel befallen war. Es wurde alles von Fachleuten renoviert, die komplette Wohnung wurde neu tapeziert und davor auch viel verputzt, da die Wände nicht gerade waren, auch die Decken und alle Böden sind erneuert worden. Nun haben jedoch auch wir Probleme mit Schimmel und zwar an den Außenwänden, im Wohnzimmer und im Schlafzimmer. Wir lüften 2-3 mal täglich, auch haben wir drei Luftfeuchtigkeitsmesser, die jedoch nichts Gutes anzeigen.
Wenn die Luftfeuchtigkeit nach dem Lüften auf 55% herabgesunken ist, länger geht das auf keinen Fall, da sonst die ganze Wohnung auskühlt, ist sie nach kurzer Zeit wieder bei mindestens 70% (ohne dass wir im Raum sind)
Die Flecken im Wohnzimmer waren in der oberen Zimmerecke und recht klein, die Farbe war grünlich. Jetzt habe ich im Schlafzimmer jedoch so etwas entdeckt (das muss innerhalb eines Tages entstanden sein, denn ich laufe hier ohnehin wie eine Irre jeden Tag herum und kontrolliere alle Ecken)
- also jedenfalls sah diese Stelle eher aus wie ein weißer Schaum. Ist das auch Schimmel? Welche Art? Wir haben einen offenen Kleiderschrank, kann der Schimmel übergreifen und wie kann ich das verhindern?
Ich habe im Bild den Kontrast hochgedreht, diese untere Stelle im Bild ist nicht mit schwarzen Flecken befallen, man sieht den Fleck auch nur aus der Nähe. (Bild am besten in groß ansehen)

Vielen Dank schonmal! | | Beiträge: n/a | eMail | | | 01.02.2012, 10:09 | | D.Sperr Unregistriert
| | Zitat von : |
Wenn die Luftfeuchtigkeit nach dem Lüften auf 55% herabgesunken ist, länger geht das auf keinen Fall, da sonst die ganze Wohnung auskühlt, ist sie nach kurzer Zeit wieder bei mindestens 70% (ohne dass wir im Raum sind)
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Das ist, wie ich vor kurzem erst in einem anderen Thread geschrieben habe, oft ein Anzeichen dafür, dass bereits über längere Zeit vorher falsch gelüftet wurde. Wenn keine anderen Ursachen, wie Wasserschäden durch z. B. Dachrinnen, Fallrohre, Hauswasserinstallationen vorliegen, bedeutet das, dass die Feuchtigkeitspuffer wie Wände (also Putz und teilweise Mauerwerk) Möbel (Inventar allgemein) gesättigt sind.
Das bedeutet: Du lüftest und anschließend kann aus diesen Sorptionsbereichen ein kleines Quantum an Feuchtigkeit wieder abgegeben werden. Deswegen geht Deine rel. Luftfeuchte relativ unmittelbar wieder hoch. Dieses kleine Quantum, welches Wand und Co. hier abgegeben hat, wird aber bis zum nächsten Lüften wieder "aufgefüllt", so dass sich insgesamt nichts ändert.
Abhilfe schafft hier nur ein vorübergehendes, exzessives Lüften (bis 5x täglich).
Das geht durch die kalten Temperaturen im Moment besonders gut.
Bei richtigem Querlüften reichen ein paar wenige Minuten für einen kompletten Luftaustausch. Da kühlt auch nichts besonders aus.
Nach ein paar Tagen (vll. 1 - 2 Wochen) wird sich die Luftfeuchte bei den erforderlichen 40 % - 50 % einpendeln.
| Zitat von : | Die Flecken im Wohnzimmer waren in der oberen Zimmerecke und recht klein, die Farbe war grünlich. Jetzt habe ich im Schlafzimmer jedoch so etwas entdeckt (das muss innerhalb eines Tages entstanden sein, denn ich laufe hier ohnehin wie eine Irre jeden Tag herum und kontrolliere alle Ecken)
- also jedenfalls sah diese Stelle eher aus wie ein weißer Schaum. Ist das auch Schimmel? Welche Art? Wir haben einen offenen Kleiderschrank, kann der Schimmel übergreifen und wie kann ich das verhindern?
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Vermutlich ist das schon Schimmelpilzbildung, aber genau kann man das anhand eines Bildes nicht sagen. Lass Dir zur Beratung (evtl. Abklatschprobe) mal einen Fachmann kommen. So teuer ist das nicht. | | Beiträge: n/a | eMail | | | 01.02.2012, 22:18 | | SVMoeller Besucher
Wohnort: München Registriert: Jul 2010 | Der Beschreibung nach ist eine hohe Feuchtigkeit der Wände durch das Tapezieren, Malern und Verputzen wahrscheinlich, wenn die Wohnung nach Abschluss der Arbeiten nicht jeden Tag gelüftet wurde. Die Stabilisierung der relativen Luftfeuchtigkeit auf Werte um 50% (und bei kalter Witterung deutlich darunter), benötigt u.U. mehrere Wochen (siehe Post von Sperr).
Thomas Möller - Sachverständiger für Schimmelpilz (TÜV zert.)
http://www.schimmelpilz-gutachter.com | | Beiträge: 675 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 680 Tagen | | | 03.02.2012, 21:49 | | energieberatung-jl Besucher
Wohnort: Magdeburg Registriert: Feb 2012 | Wenn die relative Luftfeuchte in der Tat meist über 50% liegt,
wäre zu Überprüfen welche Wandinnen-Temperaturen herschen.
Denn bei 70% Luftfeuchte beginnt in jedem Fall das Pilzwachstum.
Ich habe desöftern Fälle, in denen die Luftfeuchte im Raum bei ca. 40% liegt, bei 19 °C Raumtemperatur, die Wand an den Kältebrücken jedoch nur 11°C warm/kalt ist. Da ist dann sehr viel Schimmel...
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von energieberatung-jl am 03.02.2012, 21:50 Uhr | | Beiträge: 2 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 108 Tagen | | | 04.02.2012, 10:59 | | SVMoeller Besucher
Wohnort: München Registriert: Jul 2010 | Der Wert der relativen Luftfeuchtigkeit liegt bei 63%, ausgehend der Abkühlung der Raumluft von 19°C / 40% auf 11°C. Bei diesem Wert ist das Wachstum von Schimmelpilz nicht möglich.
Thomas Möller - Sachverständiger für Schimmelpilz (TÜV zert.)
http://www.schimmelpilz-gutachter.com | | Beiträge: 675 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 680 Tagen | | Seiten (1): [1] |
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