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| Thema: Schimmelsanierung mit Aktivkohle und Filtervlies?? |
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02.02.2012, 15:34 | |
Antjatika Besucher
Wohnort: München Registriert: Feb 2012 | Hallo und HILFE!
Ich habe ein Schimmelproblem in meiner 4 Monate alten Neubau Mietwohnung (1.OG).
Das "Problem" wurde bereits innerhalb weniger Wochen nach Einzug bemerkt, da es aus der Wandabschlussleiste heraus stank.
Anhand zweier Gutachten wurde hohe Bakterien- und Schimmelbelastung (Aspergillus versicolor) im Bodenaufbau nachgewiesen.
Jetzt möchte der Vermieter das Problem mit Befüllen der Randfuge im ganzen Zimmer (Schlafzimmer!) mit Aktivkohlepulver, und mit einem darauf angebrachtem Filtervlies, beheben!
Kennen jemand dieses Verfahren und muss man das akzeptieren?
Ich kann leider über diese Verfahren, welches es angeblich bereits seit 10 Jahren gibt, gar nichts finden.
Ich finde es unglaublich, den Pilz einfach einzusperren und zu hoffen, dass er sich unterhalb des Bodens nicht in der ganzen Wohnung verteilt..
Vielen Dank für jegliche Hilfe!
Grüße,
A. |
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02.02.2012, 22:26 | |
SVMoeller Besucher
Wohnort: München Registriert: Jul 2010 | Das Verschließen der Estrichrandfugen mit Aktivkohle ist keine Beseitigung der Ursache eines Schimmelpilz-Schadens. Es ist bestenfalls die Beseitigung des Symptoms auf Zeit.
Je nach Ausmaß des Schimmelpilzbefalls in der Dämmschicht des Estrichbodens muss der komplette Aufbau des Bodenes zurückgebaut und wieder hergestellt werden. Es gibt genügend Fälle dieses Rückbaus nach Wasserschäden, die nicht rechtzeitig durch maschinelle Trocknung beseitigt wurden.
Ist das Ausmaß des Schimmelpilzbefalls auf die Randzonen des Bodens beschränkt, dann kann der Schimmelpilzbefall mit Desinfektionssschaum (z.B. von JatiProducts) erfolgreich bekämpft werden. Um festzustellen, ob ein Einsatz mit Desinfektionssschaum erfolgreich sein wird, sind Öffnungen (z.B. Kernbohrungen) im Estrichboden mit Untersuchung des Dämmmaterials auf Schimmelpilz notwendig.
Thomas Möller - Sachverständiger für Schimelpilz (TÜV zertifiziert)
http://www.schimmelpilz-gutachter.com |
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03.02.2012, 12:53 | |
guest Unregistriert
| Bei den beschriebenen Maßnahmen handelt es sich wohl um das System Schimmelstopp von welindo. Es ist ein patentiertes Verfahren, welches von dem öffenlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Innenraumschadstoffe Dr. Führer entwickelt wurde und vertrieben wird. Auf der Internetseite von welindo kann man näheres erfahren. |
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03.02.2012, 13:35 | |
D.Sperr Unregistriert
| | Zitat von SVMoeller: | Das Verschließen der Estrichrandfugen mit Aktivkohle ist keine Beseitigung der Ursache eines Schimmelpilz-Schadens. Es ist bestenfalls die Beseitigung des Symptoms auf Zeit.
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Dem muss ich mich (zumindest im Moment noch) anschließen.
Es gibt noch zu wenige Erkenntnisse in punkto Langzeitwirkung.
Was wäre, wenn das Adsorptionsmaterial nach einer gewissen Zeit eine "Sättigung" aufweist (etwa wie ein Aktivkohlefilter)? Ist dann gewährleistet, das keinerlei mikrobieller Befall (bzw. Mykotoxine) im Wohnraum durch den Pumpeneffekt (beim Laufen auf dem Estrich) auftritt.
Ist sichergestellt, dass durch die Bewegung (Vibration) des Estrich, das Material auf dauer an der richtigen Stelle sitzt und nicht abrutscht und damit Öffnungen bildet. Wer kontrolliert das nach 3, 5 oder 10 Jahren?
Für mich gibt es bis zur eindeutigen Kenntnis dieser Punkte nur Rückbau oder Desinfektionsschaum. |
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03.02.2012, 20:08 | |
csv-gmbh Besucher
Wohnort: Hamburg Registriert: Jul 2004 | Hallo,
ich darf mich auch noch einmal anschließen mit einer Antwort. So wie Sie es schildern, handelt es sich hier um zu viel Feuchte beim Einbau, dieser Feuchtigkeit muss raus. Umter dem Estrich kann je nach dem was für ein Belag oben drauf liegt diese nur über die Randfugen heraus. Dies bedingt im allgemeinen ein bauschaden, so dass ihr Vermieter an den Bauunternehmer herantreten kann und hier einen Mangel anmelden und auf fachgerechte Beseitigung drängen kann. In diesem Fall würde ich bei einem so neuen Bau immer auf einen Austausch der betroffenen Matrialien, hier Estrich, Wert legen. Wie Herr SV Möller schon schrieb, ist das verschließen der Randfuge keine Beseitigung des Schimmels sondern nur eine räumliche Trennung, die wie alle Randfugen Verschlüsse regelmäßig auf Dichtheit überprüft werden müssen. Auch von einem Schaum bzw. eine Desinfektion mit Jati würde ich in diesem Fall absehen, da hier offentsichtlich Gewährleistungsansprüche bestehen.
Mit freundlichen Grüßen
CSV Umweltschutztechnik-GmbH
J.Vieth
http://www.csv-gmbh.de
info@csv-gmbh.de |
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03.02.2012, 22:16 | |
schimmelkillerxxl Besucher
Wohnort: Nähe Ulm/Donau Registriert: Mar 2009 | Wo kommt die Feuchte her, ist es ein undichtes Heizungsrohr? dann können sie das vergessen weil es ständig nass sein wird.
Natürlich ist die Aktivkohle früher oder später erschöpft, jeder der mit Filtern mit Aktivkohle arbeitet weiß das.
Wenn es nur ein einmaliger fall war der die Feuchte "eingesperrt" hat dann muss vorher eine Estrichtrocknung gemacht werden, nur dann würde ich den Aktivkohle hokus pokus akzeptieren, nur dann kann man halbwegs sicher sein.
Die Kreisbau Alb/Donau mitsammt ihres überhaupt ganz und gar nicht verlogenen Ex Bauleiters Schmid, hat mir niemals und in gar keiner weise übel mitgespielt. Ich würde zu jederzeit mein gesammtes Hab und Gut für ein Reihenhaus der Kreisbau Alb-Donau eintauschen. Und am Schimmel bin auch nur ich ganz alleine Schuld, Gell.
http://www.baurechtsurteile.de/baurecht/sonstige-urteile/85-oeffentliche-kritik-einer-bauleistung-in-satirischer-form
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