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| Thema: Verzweifelt! Wieviel kann Schimmelsanierung kosten? |
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08.09.2004, 11:38 | | Helmut Unregistriert
| Wir sind ziemlich verzweifelt. Wir bewohnen ein kleines Haus (Baujahr 1977), das ursprünglich als Wochenendhaus gebaut wurde und daher keine richtige Heizung und keinen Keller hat. Wir bewohnen es nun seit 3 Jahren und heizen elektrisch, da es nur eine Übergangslösung sein sollte. Wir wollen noch ca. 2-3 weitere Jahre dort wohnen bleiben. Nur leider haben wir seit vorigem Jahr ein ziemliches Schimmelproblem im ganzen Haus bekommen. An fast allen Aussenwänden haben wir unten und oben Schimmel- und Stockflecken, und auch viele Möbel sind vom Schimmel befallen. Weiters hat sich auf den Türen ca. einen halben Meter hoch ein heller weißer Staub gebildet. Sind das auch Schimmelsporen?
Wir sind nun am überlegen ob es sinnvoller ist das Haus zu sanieren (zahlen dort nämlich keine Miete) oder uns gleich eine neue Wohnung für die nächste Zeit zu nehmen. Ich nehme mal an das so eine Sanierung schon einiges kosten kann, oder gibt es auch günstige Lösungen?
Das schlimme ist, das dieser Schimmel überall im Haus verteilt ist. Er ist nicht stark aber dafür überall: Matratzen, Couch, Bücher, sogar in einem Schrank hat es zu schimmeln begonnen, obwohl die Möbel einige Zentimeter von der Wand entfernt waren. Wir wissen schon nicht mehr wo wir heikle Sachen hintun sollen. Was würden Sie uns raten? Ist so ein Haus sinnvoll zu sanieren, oder kann man ein Wochenendhaus einfach nicht dauerhaft bewohnen? Ich nehme an man müsste sogar den Parkettboden rausnehmen um zu sehen was sich drunter schon gebildet hat, oder? | | Beiträge: n/a | eMail | | | 08.09.2004, 11:58 | | J. Zink Schimmel-Beratung, Kiel Besucher
Wohnort: Hamburg Registriert: Jul 2004 | Hallo Helmut,
Sie beschreiben die Ursachen für den Schimmel selbst: nicht unterkellert, als kalte Böden und evtl. Erdfeuchte. Keine richtige Heizung, damit zumindest teilweise kühl, was die Feuchte der Luft und indirekt des Bauwerks erhöht. Mit Strom heizen ist teuer, sparsamer Umgang mit Heizung erhöht das Schimmelrisiko. Und dann noch 30 Jahre alt, nur zum vorübergehenden Wohnen (im Sommer?) konzipiert, mit evtl. unzureichendem Wärmeschutz, das sind die baulichen Schwachstellen für Schimmelwachstum. Viele der Kollegen aus der Schimmelberatung wollten dort vermutlich nicht einmal kostenlos wohnen.
Sicher lässt sich das realisieren, bei entsprechender Ertüchtigung und umsichtigem Verhaletn noch einige Jahre wohnen zu bleiben, doch statt der Miete muss dann modernisiert werden. Und das Problem der Schimmelsanierung steht nun im Vordergrund. Dafür gibt es inzwischen bewährte Grundsätze, befallenes Material muss beseitigt werden, ob Möbelrückwand oder Putzschicht. Vielleicht sehen Sie noch nicht, wo überall Schimmel sitzt. Dann wären Pilzuntersuchungen erforderlich. Ein sehr umfangreichens Unterfangen, zu dem Sie sicherlich Herr Vieth als Sanierungsexperte noch ausführlich beraten kann.
Doch auch hier gilt, dass Sie kaum ohne eine Begutachtung vor Ort auskommen. Wichtig ist wie immer, kühlen Kopf zu bewahren und bei Bedarf in Ruhe die folgenreichen Entscheidungen zu treffen. Ob es sinnvoll ist, noch 2-3 Jahre dort zu wohnen, hängt sicher von den erforderlichen Sanierungsmaßnahmen ab. Schließlich muss sichergestellt sein, dass 1.) Der Schimmel vollkommen raus kommt und 2.) dass er nicht wiederkommt, indem alle Feuchtequellen beseitigt sind. Bei fehlender Heizung und Wärmedämmung wären Schimmel-Sanierung + Modernisierung sehr umfangreich. Warten wir noch die Meinung der Kollegen ab.
Die richtigen Entscheidungen wünscht Ihnen Johannes Zink | | Beiträge: 31 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2866 Tagen | | | 08.09.2004, 16:03 | | csv-gmbh Besucher
Wohnort: Hamburg Registriert: Jul 2004 | Hallo Helmut,
So wie Sie den Schaden schildern, sind wohl umfangreichere Maßnahmen erforderlich, auch über die Schimmelpilzsanierung weitergehende wie Herr Zink schon schilderte.
Wieviel die Sanierung kostet läßt sich ohne Ortskenntnisse leider nicht sagen, aber die Kosten liegen sicherlich im oberen Tausender Bereich wenn mann bedenkt das hier auch die Ursachen abgestellt werden müssen und in den Zusammenhang auch über eine Wärmedämmung nachgedacht werden sollte, wie SIe selbst schon schilderten handelt es sich um eine Sommerhaus und ist wahrscheinlich nicht zum dauer wohnen geeignet.
Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.csv-gmbh.de
Mit freundlichen Grüßen
CSV Umweltschutztechnik-GmbH | | Beiträge: 500 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2855 Tagen | | | 09.09.2004, 23:45 | | Dr. Christel Bluhm, IMWL GmbH, Velbert Besucher
Wohnort: 42555 Velbert Registriert: Jul 2004 | Hallo Helmut,
Sie sollten nach meinem Gefühl keine weiteren 2-3 Jahre mehr dort wohnen. Nach Ihren Schilderungen ist es mit normalen Renovierungsarbeiten nicht getan. wenn Sie dann noch berechnen, dass viele Ihrer Einrichtungsgegenstände bereits von Schimmelpilzen besiedelt sind und nach dem Auszug vermutlich entsorgt werden müssen, sollten Sie besser eine neue Schimmelpilzfreie Wohnung suchen.
Der weiße Belag, den Sie beschreiben, dürfte Schimmelpilzbefall sein. Nur nach einer Ortsbesichtigung kann man Ihnen eine konkrete Bewertung der Gesundheitsgefahren (siehe hierzu www.imwl.de) und Ratschläge für eine Sanierung geben.
FReundliche Grüße
Christel Bluhm | | Beiträge: 120 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2866 Tagen | | Seiten (1): [1] |
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