| Willkommen auf Schimmelpilz Forum, Anonymous. Dein letzter Besuch war am 23.05.2012 um 09:00 Uhr. ( Letzter Beitrag ) |
Autor |
| Thema: Schimmel in der Kellerwohnung |
Seiten (1): [1] | |
17.11.2004, 10:02 | | E.G. Besucher
Wohnort: Limburg Registriert: Nov 2004 | Hallo,
sowie es etwas kälter wird sammelt sich an der Innenwand unseres Schalfzimmers Wasser und es bildet sich nach kurzer Zeit Schimmel. Wir haben schon einiges durchprobiert richtiges Lüften und Heizen aber auch das bringt nicht den gewünschten Erfolg. Letzten Winter haben wir durchgehend bis ins Frühjahr Ceresit anti Feucht benutzt, nun wird aber in ca. 10 Tagen unser Baby auf die Welt kommen und unser Zimmer mit benutzen, was können wir tun ?
Wir Wohnen in meinem Elternhaus Baujahr 72/ 73, befallen ist nur die Ecke der ungeschützten A.-Wand, es laufen alle Fenster in der Kellerwohnung schnell an und bilden Wasser.
Hoffe auf unterstützende Meldungen
Danke !
E. Geis | | Beiträge: 1 | Profil | eMail | Dabei seit: 2744 Tagen | | | 17.11.2004, 10:15 | | csv-gmbh Besucher
Wohnort: Hamburg Registriert: Jul 2004 | Hallo Herr/Frau Geis,
Sie schreiben das Sie in einer Kellerwohnung/Souterain wohnen.
Im allgemeinen ist eine Wohnung halb unter der Erde nicht zu Wohnzwecken geeignet, es sei denn das zu damaliger Zeit der Keller so isoliert und ausgebaut worden ist damit er zum wohnen geeignet ist.
Es ist meist so das die Aussenwände in der kalten Jahreszeit sehr stark auskühlen und die in den Wohnräumen warme feuchtebelastete Luft an den Aussenwänden kondensiert und es dann zu einem Schimmelpilzbefall kommt. Sollte der Keller zu wohnzwecken ausgebaut und auch dementsprechend isoliert sein so müsste der Grund für den Schimmelpilzbefall ein Sachverständiger vor Ort ausfindig machen, jedoch deutet Ihre Aussage daraufhin das dies ein normaler Keller ist.
Sie sollten schnell etwas unternehmen da gerade Säuglinge und Kleinkinder kein ausgebildetes Immunsystem besitzen und auf solche Belastungen schnell reagieren.
Unter Umständen könnte man die Aussenwände nach der Schimmelpilzsanierung mit einer Silikatplatte versehen um die Aussenwandtemperatur zu erhöhen und somit einem erneuten Befall entgegen zu wirken.
Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.csv-gmbh.de
Mit freundlichen Grüßen
CSV Umweltschutztechnik-GmbH | | Beiträge: 500 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2856 Tagen | | | 17.11.2004, 17:38 | | J. Zink, Schimmel-Beratung Nord, Hamburg Unregistriert
| Wenn Sie schon ausreichend heizen ud Lüften: Haben Sie es mit einem Hygrometer überwacht? Erreichen Sie wirklich nicht mehr als 65% Feuchte? Im Winter bei tiefen Temperaturen sollten es max. etwa 55% sein.
Wie Herr Vieth schon sagte: Die beliebten Keller sind bauphysikalisch zunm Wohnen ungeeignet. Wie ist die Dämmung der Wand, welche Steine sind es, ist der Dämmwert für beheizten Wohnraum vorgesehen?
Es ist offenbar nur eine Ecke betroffen. Also könnte man evtl. dort dämmen. Doch Sie beschreiben auch, alle Fenster seien oft beschlagen. Herrschen vielleicht doch deutlich mehr als 40-60% Feuchte?
Naheliegend: Das Kellermauerwerk ist zu feucht. Dann bleibt nur noch ein Gutachter, der zu geeigneten (stets umfangreichen) Sanierungen beraten muss. Oder letzter Lösungsversuch: Sie haben im Sommer zu viel Feuchte eingespeichert: Sommerlüftung ist Gift für Souterrain-Wohnungen. Das wurde unzähige Male in diesem Forum über den Sommer verkündet.
Sorgen sie sich vordringlich um Schimmelbeseitigung, achten Sie auf gute Beheizung und häufiges Stoßlüften, insbesondere im betroffenen Zimmer. Veranlassen Sie die Prüfung von Dämmwert und Feuchtebelastung der Kellerwand und überdenken Sie grundsätzlich ihr sommerliches Lüftzungsverhalten. Wird es wieder warm draußen, müssen Fenster und Türen geschlossen bleiben. Anders bleiben viele Keller leider nicht trocken. Kellerausbau zu Wohnzwecken ist offenbar eine hohe Kunst, die viele nicht beherrschen.
Ich hoffe, Sie kommen so gut über den Winter,
das wünscht
Johannes Zink
www.schimmel-beratung.de | | Beiträge: n/a | eMail | | Seiten (1): [1] |
|