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| Thema: Hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung |
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01.12.2004, 18:21 | | veit-vogel Besucher
Wohnort: Mertingen Registriert: Dec 2004 | Ich wohne als Mieter in einem Haus. Ich habe Fußbodenheizung und Wärmeschutzfenster. Die Luftfeuchtigkeit beträgt ständig zwischen 60% und 65%, auch nach dem Stoßlüften - wird mehrmals täglich durchgeführt. Beim Lüften verringert sich die Luftfeuchtigkeit auf 50%, steigt aber innerhalb kürzester Zeit wieder auf über 60% an. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit sind meine Fenster bei den jetzt herrschenden kalten Temperaturen ständig nass, meistens ist das gesammte Fenster, nicht nur der untere Teil, betroffen. In den betroffenen Räumen wird weder Wäsche getrocknet, noch befinden sich übermäßig viele Pflanzen in ihnen. Meine Wohnung wird von zwei Personen bewohnt. Die Wände meiner Wohnung wurden mit einer wasserabweisenden, scheuerfesten Farbe gestrichen (DIN53778). Schimmel habe ich zum Glück noch nicht, aber ich befürchte, wenn ich das Problem nicht in den Griff bekomme, wird er nicht auf sich warten lassen.
Frage: Was kann ich außer ständigem Lüften und Abwischen der Fenster gegen die hohe Luftfeuchtigkeit unternehmen?
Wo kommt die hohe Luftfeuchtigkeit her, normal ist das doch nicht?
Kann die verwendete Wandfarbe ursächlich für die hohe Luftfeuchtigkeit sein. | | Beiträge: 1 | Profil | eMail | Dabei seit: 2729 Tagen | | | 02.12.2004, 14:58 | | csv-gmbh Besucher
Wohnort: Hamburg Registriert: Jul 2004 | Hallo veit-vogel,
Sie haben ein Hauptproblem schon selbst genannt, die wasserabweisende, scheuerfeste Farbe (Latexfarbe ?) ist hier ein Problem. Wo soll die normal entstehende Feuchtigkeit hin ? die ganzen Wände sind wasserabweisend gestrichen und können somit keine Feuchtigkeit mehr zwischenspeichern, somit legt sich die natürlich entstehende Feuchtigkeit auf die kältesten Stellen im Raum nieder und dies sind die Fenster.
Sie sollten wenn möglich die Wände von der Farbe befreien und diese mit einer atmungsaktiven Wandfarbe streichen, hierzu können Sie z.B. eine Silikatfarbe aus fast reinem Silikat (98%) nehmen, diese Farbe ist völlig frei von irgendwelchen Stoffen und somit auch für Allergiker sehr gut geeignet.
Ich denke wenn die Farbe wieder herunter ist und der Aufbau neu erfolgt ist und Ihr Lüftungsverhalten weiterhin so bleibt, dass Sie die Sache hiermit in den Griff bekommen, dann hat der Putz und die Farbe die Möglichkeit wieder Feuchtigkeit zwischen zuspeichern.
Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.csv-gmbh.de | | Beiträge: 500 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2856 Tagen | | | 05.12.2004, 18:20 | | J. Zink, Schimmel-Beratung Nord, Hamburg Unregistriert
| Das sehe ich auch so. Vor Ort müsste man zur umfassenden Erklärung Ihres Nasse-Scheiben-Phänomens natürlich noch mehr wissen: Wie alt ist das Haus, neue Putze oder dergleichen, viel Baufeuchte? Ist es Souterrain? Haben Sie ausreichend warm, sitzen die Heizkörper unter den Fenstern, um dorthin ihre Wärme abgeben zu können? Vermutlich haben Sie keine Rolläden, vielleicht dafür Vorhänge vor den Fenstern, die keinen Warmluftstrom ran lassen? Sind des wirklich Wärmeschutzfenster mit U-Wert 1,0-1,5?
Auch die Beobachtung, dass es nach dem Lüften schnell wieder feucht wird, ist nachvollziehbar. Erstens wegen Ihrer Wandfarbe, zweitens wegen gespeicherter Feuchte. Daher ist ja auch wiederholtes Stoßlüften täglich erforderlich. Umslo öfte, je mehr Feuchte entsteht oder je mehr Feuchte bereits in Baukonstruktion und Einrichtung steckt. Mittel- und langfristig hätten Sie mit angepasstem Heizen und Lüften aber den gewünschten Erfolg.
Bei niedrigen Außentemperaturen nahe Null sollten Sie nach dem Lüften deutlich unter 50% erreichen. Messen Sie mit einem Haarhygrometer, das schon älter ist? Haben Sie es monatlich regeneriert (Hersteller-Hinweis zur Beibehaltung der Messgenauigkeit)? Sonst zeigt es auch dauerhaft zuviel Feuchte an. Sie sehen, Ihre Beschreibung und Anfrage lässt sich nicht mit einem Satz beantworten, versuchen Sie einzelne Fragen zu klären und beherzigen Sie auch den Hinweis von csv Umweltschutzetchnik.
Grüße und viel Erfolg von
Johannes Zink
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