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Autor |
| Thema: Wärmebrückenberechnung / kritische Luftfeuchte |
Seiten (1): [1] | |
08.12.2004, 16:14 | | Unregistriert
| Für die Spezialisten,
habe ich eine ganz spezielle Frage:
In einem von uns initierten Gutachten kommt der Sachverständige zu Wärmebrücken zu einer Aussage, die ich nicht nachvollziehen kann.
Gemessen wurde in den Morgenstunden an zwei verschiedenen Tagen im Winter die Außentemperatur, die Raumtemperatur und die Oberflächentemperatur (mit einem IR-Thermometer).
Hier die Messwerte zu einer kalten Deckenecke:
15.01.04: Außen 3 Grad, Raum 20,7 Grad und Oberfl. 14 Grad
23.01.04: Außen -6 Grad, Raum 21,3 Grad und Oberfl. 14 Grad
Daneben wird im Gutachten ausgeführt, dass sich an dieser Deckenecke auf einer Dreiecksfläche von 40/40 cm ein deutlicher Temperaturabfall von 5 Grad auf 14 Grad zeigt.
Es wird gefolgert:
Die festgestellten "Wärmebrücken" liegen nicht im Gefährdungsbereich, bzw. liegen erst bei relativen Luftfeuchten von (Annahme Abkühlfläche weist Temperatur 14 Grad auf) 60% im Risikobereich.
Mit Hilfe eines Mollier-Diagramms komme ich aufgrund der Messwerte selbst auf eine kritische Luftfeuchte von etwa 50%. (Vom Schnittpunkt der 14 Grad-Linie mit der 80%-Kurve auf der 8,5 g/kg-Linie bis zu der Temperatur von 20,7 bzw. 21,3 Grad ergibt eine Feuchte von knapp über 50%.)
Was mache ich falsch bzw. wie wird die kritische Raumfeuchte ermittelt?
Vielen Dank an diejenigen, die mir weiterhelfen.
Schöne Grüße
Leo Burger | | Beiträge: n/a | eMail | | | 10.12.2004, 09:45 | | KOBOTEC Ingenieurbüro, Paderborn Besucher
Wohnort: Paderborn Registriert: Jul 2004 | Hallo Herr Burger!
Ich weiss nicht, wo Sie sich im Diagramm verbießtern. Es gibt die Dinger auch in übersichtlicher Tabellenform. Über Internetsuche ist sicherlich so eine Darstellung zu finden.
Zu Fuss, also über den Rechenweg, ergeben sich für die beiden Tage folgende Ergebnisse:
15.01.2004 Taupunkt (bei 60% rF): 12,6°C || max. rel. Luftfeuchte: 65,53 %
23.01.2004 Taupunkt (bei 60% rF): 13,2°C || max. rel. Luftfeuchte: 63,16 %
Bezogen auf den 23.01. würde das bedeuten, dass die Luftfeuchte bei einer Lufttemperatur von 21,3°C und einer relativen Feuchte von 63% an der 14°-Oberfläche auf 100% ansteigt.
Gruß, Rainer Bold.
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Web: http://www.kobotec.de | | Beiträge: 294 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2867 Tagen | | | 10.12.2004, 12:22 | | J. Zink, Schimmel-Beratung Nord, Hamburg Unregistriert
| Hallo Herr Burger,
kann es sein, dass Sie und Ihr Gutachter von zwei unterschiedlichen Bewertungen ausgehen? Dass hier der Gutachter das Risiko für 100% (d. h. Tauwasserkriterium) meint und Sie das Risiko bereits bei 80% (Schimmelpilzkriterium) angeben?
Dies in Kürze, bitte einmal vergleichen.
Grüße von Johannes Zink
Schimmel-Beratung Nord
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