Autor |
| Thema: Schimmelnder Textmarker- WICHTIG wg. Facharbeit!!! |
Seiten (1): [1] | |
16.03.2005, 20:06 | |
Serenity Unregistriert
| Hallo!
Mir ist vor ein paar Wochenetwas sehr sehr merkwürdiges aufgefalle. Als ich einen Text las und mir darin etwas markieren wollte, sah ich, dass mein grüner Textmarker schimmlig war! Zuerst war mir nicht so klar, was dieser pelzige, graue Belag auf der Spitze sein sollte, also hab ich ihn erst mal abgemacht und weitergearbeitet. Nach ein paar Wochen hab ich bemerkt, dass dieser Schimmel wieder da war! Er muss also irgendwie aus dem Inneren des Stiftes kommen. Kann das sein??? Und wie kann ein Stift schimmeln? Ich habe mehere Textmarker der gleichen Sorte, die auch all egleich alt sind, nebeneinander in einer Schublade aufbewahrt werden und von denen ist nur einer befallen. Zudem muss ich sagen, dass sonst nirgends im Haus Schimmel ist. Kann mir das jemand erklären?
MfG, Serenity
Beiträge: n/a eMail |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
17.03.2005, 10:56 | |
D.Ruegg SANOSIL AG Besucher
Wohnort: Hombrechtikon (Schweiz) Registriert: Dec 2004 | Hmmm... grundsätzlich kann Schimmel überall dort auftreten, wo Feuchtigkeit und Nährstoffe vorhanden sind. Dass es einen Schimmel gibt, der Textmarkfarbe als Nahrung goutiert, davon habe ich allerdings zuvor noch nie gehört...
Mit freundlichen Grüssen
Sanosil AG
D.Rüegg
Beratung & Verkauf
http://www.schimmelbekaempfung.ch
http://www.sanosil.ch |
| Beiträge: 1672 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2708 Tagen |
| |
20.03.2005, 13:35 | |
Unregistriert
| Ich würde sehr gerne im Rahnmen meiner Facharbeit Experimente mit meinem Schimmel machen. Kann ich die zu Hause machen oder sollte ich den Schimmel in der Schule aufbewahren? Und was müsste ich dabei beachten?
Ich denke nicht, dass die Gefahr besteht, dass sich der Schimmel bei mir zu Hause ausbreitet, denn der Schimmel liegt schon ein paar Jährchen in meinem Zimmer und hat sich nur auf dem Stift breit gemacht.
Ich will versuchen, herauszubekommen, wie dieser Schimmel da hinein gekommen sein könnte. Vielleicht durch Malen auf "belastetem" Untergrund???
Ausßerdem will ich die Art des Schimmels bestimmen und wie gesagt, Experimente damit machen, z.B. ob er sich züchten lässt. Kann mir vielleicht jemand einen Tip geben, wo ich entweder einen Nährboden dafür herbekommen kann oder wie ich ihn selber machen kann?
Das würde mir sehr helfen!
MfG Serenity |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
23.03.2005, 14:47 | |
D.Ruegg SANOSIL AG Besucher
Wohnort: Hombrechtikon (Schweiz) Registriert: Dec 2004 | Also Schimmel züchten ist sehr einfach.
Nehmen Sie eine Weissbrotscheibe, feuchten Sie diese leicht an und geben Sie sie in einen Kunststofflebensmittelbeutel. Innerhalb weniger Tage wird sich ein prächtiger Schimmel darauf ausbreiten.
Mit freundlichen Grüssen
Sanosil AG
D.Rüegg
Beratung & Verkauf
http://www.schimmelbekaempfung.ch
http://www.sanosil.ch |
| Beiträge: 1672 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2708 Tagen |
| |
24.03.2005, 00:04 | |
Serenity Unregistriert
| Vielen Dabnk für Ihren Tip!
Ich möchte jedoch keinen neuen Schimmel züchten, jedoch versuchen, den Textmarker- Schimmel zu vermehren. Daraus könnte ich ja vielleicht Rückschlüsse auf seine Entstehung usw. ziehen.
Dafür bräuchte ich einen Nährboden. |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
24.03.2005, 08:02 | |
KOBOTEC Ingenieurbüro, Paderborn Besucher
Wohnort: Paderborn Registriert: Jul 2004 | Hallo Serenity!
Vielleicht finden Sie einen verständnisvollen Apotheker, der Ihnen bei Hinweis auf Ihre Facharbeit vier Nährböden in Petrischalen zu moderaten Preisen verkauft:
1.) 2 x Malzextrakt-Agar
2.) 2 x DG-18-Agar
Möglicherweise bekommen Sie die Agars auch im Chemikalien-Handel --> googeln oder zB unter www.omikron-online.de; von denen weiß ich, dass sie auch an Schüler versenden.
Sie sollten vorsichtshalber auf 2 verschiedenen Nährböden kultivieren und je zwei der angeimpften Böden bei unterschiedlichen Temperaturen (22°C und 30°C) bebrüten. Dazu brauchen Sie eigentlich einen Brutschrank; vielleicht gibt es in der Schule eine Möglichkeit?
Für die genaue Vorgehensweise lege ich Ihnen eine ausführliche Literatur-Recherche in der Bibliothek ans Herz. Achten Sie auch auf Bücher über Mikroskopie.
Viel Vergnügen und Erfolg wünscht Rainer Bold.
_______________________________
KOBOTEC Paderborn
Ingenieurbüro für Raumklimaanalyse
Ihr Ansprechpartner : Rainer Bold
Fon: 05251 740 711
Fax: 05251 750 139
Web: http://www.kobotec.de |
| Beiträge: 294 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2867 Tagen |
| |
03.04.2005, 21:11 | |
Serenity Besucher
Wohnort: München Registriert: Mar 2005 | Vielen Dank, Ihr Tip hat mir sehr geholfen.
Auf ihr Anraten hin bin ich zu unserer Apotheke gegangen und eine sehr nette Apothekerin hat mir tatsächlich vier Nährböden besorgt. Jedoch sind es vier Böden, die mit Antibiotikum beschichtet sind. Kann ich damit auch etwas anfangen?
Und was mache ich, wenn ich keinen Brutschrank zur Verfügung habe?
MfG Serenity |
| Beiträge: 1 | Profil | eMail | Dabei seit: 2616 Tagen |
| |
03.04.2005, 22:21 | |
J. Zink, Schimmel-Beratung Nord, Hamburg Unregistriert
| Ein sehr außergewöhnliches Schimmelproblem, in der Tat!
Wie kommt der Schimmel auf gerade diesen Stift? Der Erklärungsversuch mit Malen auf belasteter Unterlage klingt gut.
Und Ihr Problem ist das Gegenteil dessen, das alle hier haben: Wie vermehre ich den Schimmel am erfolgreichsten? Ich kombiniere: Das, was den meisten hier gelingt, müssten auch Sie schaffen. Legen Sie den Stift an einen feuchten Ort!
Die Wärmebrücken werden im Frühling und Sommer nun sehr rar in unserem Klima, sonst hätte ich eine Altbau-Außenecke empfohlen. Doch es gibt ja noch die Keller, im Sommer beliebte Kondensat-Fallen. Denn was im Winter nicht gelingt, das tun viele bei Hitze im Übermaß: Lüften.
Feuchte kalte Keller, bei Hitze gut gelüftet, das wäre die richtige Umgebung für Ihren Stift. Doch vielleicht muss Ihre Facharbeit vor der Sommerpause abgeschlossen sein. Dafür könnten auch schon die ersten lauen Frühlingswinde genügen, wenn Sie Glück haben.
Lassen Sie uns wissen, ob die Idee gut ist - oder Sie noch eine bessere daraus erntwickeln können. Hier steht übrigens, was alles nicht getan werden darf, um den Schimmel nicht versehentlich auszutrocknen:
www.schimmel-beratung.de
Sachverständigenbüro J. Zink
Schimmel-Beratung Nord, Hamburg |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
28.04.2005, 09:00 | |
Gesundes Wohnen Besucher
Wohnort: Aachen Registriert: Apr 2005 | Hallo!
Die Nährböden sind mit speziellen Antibiotika präpariert, damit keine Bakterienkulturen entstehen, die dem Schimmelwachstum sozusagen "im Weg" sein könnten. Das ist also normal.
Ein Brutofen ist zwar nützlich, aber nicht nötig. Die Kulturen wachsen auch bei Zimmertemperatur noch schnell genug. Es dauert dann eben ein bißchen länger (2-3 Wochen statt 8-10 Tage).
Es ist übrigens höchst empfehlenswert, die Petrischalen während dieser Zeit sorgfältig verschlossen zu halten, am besten mit einem elastischen Klebeband. Sonst gibts bald auch Kulturen an anderen Orten im Zimmer.
MfG
Florian Meyer
Ingenieurbüro "Gesundes Wohnen"
Jakobstr. 29-31
52062 Aachen |
| Beiträge: 42 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2595 Tagen |
| |
28.04.2005, 12:11 | |
D.Ruegg SANOSIL AG Besucher
Wohnort: Hombrechtikon (Schweiz) Registriert: Dec 2004 | Vielleicht mal eine Bemerkung am Rande die nicht unbedingt mit dem Textmarker zu tun hat...
Alle fluchen immer nur über den Schimmel... und doch verdanken Millionen von Menschen Schimmel ihr Leben.
1928 experimentierte der englische Bakteriologe Alexander Fleming mit einigen Staphylokokkenstämmen. Durch Unachtsamkeit verschimmelten einige seiner Kulturen. Er stellte fest, dass überall, wo der Schimmel war, die Bakterien abzusterben begannen- offenbar bildete dieser Schimmel der Gattung Penicilium ein Gift, welches Bakterien vernichten konnte... und das war die Geburtsstunde des Penicillins, des ersten Antibiotikums.
Irgendwie eine Ironie, dass wenn man heute Schimmel züchten will, man antibiotisch vorbehandelte Nährböden benutzt...
Mit freundlichen Grüssen
Sanosil AG
D.Rüegg
Beratung & Verkauf
http://www.schimmelbekaempfung.ch
http://www.sanosil.ch |
| Beiträge: 1672 | Profil | eMail | Homepage | Dabei seit: 2708 Tagen |
| |
07.07.2005, 11:29 | |
Serenity Unregistriert
| Ich hab vor ein paar Wochen endlich mal wieder Zeit gehabt, mich um meinen Schimmel zu kümmern. Ich hab einen der Antibiotika- Böden mit dem Stift bemalt und das Präparat übers Wochenende bei ca. 32°C in einen Brutschrank gestellt. Und siehe da- er ist gewachsen! Das ganze Petrischälchen ist jetzt voller Schimmel- der als purer Schimmel nicht grün ist wie der Stift sondern aprikotfarben. Ich habe mich inzwischen mit der Herstellerfirma mal wieder in Verbindung gesetzt, da mir von ihnen angeboten wurde, ihnen eine Probe davon zu schicken. Ich hoffe, da wird was draus!
MfG, Serenity |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
27.01.2012, 12:14 | |
Textmarker Unregistriert
| Auch ich habe hier einen blauen schimmelnden Textmarker. Das scheint also schon mal vorzukommen.
EAN 4007817369043 (Faber 369) |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
27.01.2012, 12:28 | |
Serenity Unregistriert
| Hallo!
Die Facharbeit ist zwar mittlerweile seit knapp 7 Jahren abgeschlossen, aber nachdem Sie noch auf den Thread geantwortet haben, kann ich Ihnen mittlerweile mitteilen, dass es sich bei dem Pilz um einen der Gattung Aspergillus gehandelt hat. Leider konnte ich nicht weiter in sdetail gehen, da mir damals die Möglichkeiten dazu gefehlt haben.
Die Firma meines Textmarkers, damals Staedtler, glaube ich, hat sich leider aber nicht sehr kooperativ gezeigt. Sie hatten mir zwar angeboten, mir einen neuen Stift zuzusenden, was aber natürlich sehr weit an meinen eigentlichen Interessen damals vorbeiging.
Es war aber gerade sehr amüsant zu sehen, dass der Thread tatsächlich noch existiert und gelesen wird! |
| Beiträge: n/a | eMail |
| |
21.03.2012, 16:03 | |
Schimmler Unregistriert
| >Es war aber gerade sehr amüsant zu sehen, dass der Thread tatsächlich >noch existiert und gelesen wird!
Hab ihn auch grad gelesen  |
| Beiträge: n/a | eMail |
| Seiten (1): [1] |